Nächster Gegner Borussia Mönchengladbach

Sane: "Ein Spiel für den Trainer"

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Lamine Sane: „Nouri ist ein toller Trainer. Dürfen nicht vergessen, was er aufgebaut hat. Werde gegen Gladbach für den Trainer spielen.“

Bremen - Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach ist noch weit weg. Elf Tage sind es bis dahin, beinahe die ganze Länderspielpause liegt noch vor den Werder-Profis. Zeit zum Seele baumeln lassen sei das, sagen manche Spieler. Für Lamine Sane gilt das allerdings nicht.

Der Innenverteidiger hat das Spiel gegen Gladbach nicht nur schon voll in den Fokus genommen, er hat der Partie auch schon eine Überschrift verpasst. „Es wird ein Spiel für den Trainer“, sagt der Senegalese und gibt der sportlich brisanten Lage des SV Werder damit noch mehr Brisanz.

Ein Spiel für den Trainer – ist es doch schon so weit? Muss die Mannschaft siegen, damit Alexander Nouri seinen Job als Trainer behalten darf? Sportchef Frank Baumann hat zuletzt stets betont, dass Nouri intern nicht zur Debatte stünde. Sanes Aussage muss deshalb wohl so verstanden werden, dass die Mannschaft siegen will, damit das auch so bleibt.

Im Spiel gegen Schalke 04 hatte Sane kurz vor Ende der Partie einen Schlag aufs Knie bekommen.

Das Team, das bekräftigt der 30-Jährige im Gespräch mit Journalisten gleich mehrfach, stehe hinter dem Trainer. Nicht geschlossen, aber immerhin überwiegend. Sane: „Die ganz große Mehrheit der Mannschaft ist dem Trainer sehr dankbar. Er hat hier vor einem Jahr eine ganz große Baustelle übernommen, und man darf nicht vergessen, was er hier aufgebaut hat.“

Der nächste Versuch wird Gladbach sein

Derzeit sieht der Aufbau jedoch mehr nach Rückbau aus. Werder ist nur Vorletzter in der Bundesliga, hat von sieben Spielen noch keines gewonnen und dabei nur drei Tore erzielt. Das sei aber „kein fußballerisches Problem“, meint Sane, „das sieht man in jeder Trainingseinheit. Das Problem steckt in den Köpfen.“ Soll heißen: Angekratztes Selbstbewusstsein, sensible Nerven, erste Anzeichen des Frusts. Und eine Trainerdiskussion in den Startlöchern. Sane weiß, dass da nur Siege helfen – der nächste Versuch wird Gladbach sein. „Ja, wir spielen dann um die Punkte und für den Trainer – da will ich gar kein Geheimnis draus machen“, sagt der Abwehrmann.

Dass Sane dann wieder dabei sein wird, ist seiner Meinung nach so gut wie sicher. Die Schwellung am Knie, die ihn zuletzt gegen Wolfsburg, Freiburg und den Hamburger SV zu einer Pause gezwungen hatte, ist weitgehend abgeklungen, das Knie wieder okay. 

Gedacht, das sei „der Anfang vom Ende“ der Karriere

Dass die jüngste Verletzung etwas mit seiner Knie-OP im Jahr 2015 zu tun hatte, ist laut Lamine Sane übrigens nicht der Fall. Zwar habe er damals in Folge der Operation viele Schmerzen gehabt und gedacht, das sei schon „der Anfang vom Ende“ der Karriere, „doch durch die Behandlung in Bremen ist die alte Verletzung komplett verschwunden“, behauptet der (Ex-)Patient. Dass Sane aber häufig Trainingspausen einlegt und so die Belastung reduziert, sagt aus, dass nicht alles so okay ist, wie es sein sollte.

Sanes Werdegang

GER, Lamine SanÈ wechselt zu Werder Bremen
Lamine Sane (r.) wechselte in der Sommerpause ablösefrei von Girondins Bordeaux zu Werder Bremen. © nordphoto
Knapp sieben Jahre kickte der Senegalese in Bordeaux und absolvierte dort 189 Erstligaspiele. © imago
GER, 1.FBL, Training Werder Bremen
Für Sane ist es der erste Ausflug in Deutschlands höchster Spielklasse. © nordphoto
GER, DFB Pokal 1. Runde, VfL Sportfreunde Lotte vs SV Werder Bremen
Bei Werder soll er die Innenverteidigung stärken. © nordphoto
GER, 1.FBL, Training Werder Bremen
Neben den Trainingseinheiten auf dem Platz paukt der Senegalese fleißig Deutsch. © nordphoto
GER, Bundesliga, 1. Spieltag, Saisoneroeffnung,FC Bayern Muenchen vs Werder Bremen
Bei seinem Bundesliga-Debüt verlor Werder mit 0:6 in München. © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs FC Augsburg
Am zweiten Spieltag der Saison spielte Sane erstmals in einem Pflichtspiel vor heimischer Kulisse im Weserstadion. Bremen verlor nach Führung mit 1:2. © nordphoto

Lest auch: Max Kruse: Blitz-Comeback möglich

Quelle: DeichStube

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