Stellungnahme des Fußball-Bundesligisten

Werder läuft mit umstrittenen „Wir helfen“-Badge auf

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Werder Bremen, hier Claudio Pizarro, wird am Samstag das umstrittene „Wir helfen“-Badge auf dem Arm tragen.

Bremen - Die Fußballer des Werder Bremen werden am Samstag (15.30 Uhr) mit dem umstrittenen Trikot-Logo „Wir helfen“ im Bundesliga-Heimspiel gegen Ingolstadt auflaufen. Das schreibt der Verein am Freitagabend in einer Pressemitteilung.

Ein Drittel der Vereine aus der 2. Fußball-Bundesliga wird am 6. Spieltag nicht das Trikot-Logo „Wir helfen“ für Flüchtlinge tragen. Nach dem FC St. Pauli, 1. FC Union Berlin, SC Freiburg, VfL Bochum und 1. FC Nürnberg erklärte auch der MSV Duisburg seinen Verzicht. Werder Bremen hingegen wird es tragen und äußert sich dazu auf der Homepage.

Der Verein verfolge die kritische Diskussion über die von Liga-Partner Hermes initiierte Aktion, bei der Profiklubs der ersten und zweiten Bundesliga mit einem Ärmel-Badge der Bild-Aktion „Wir helfen" gemeinsam für aktive Flüchtlingshilfe werben, heißt es.  

Dennoch bekenne sich Werder Bremen weiter zur Botschaft „Wir helfen" und wolle durch das gemeinsame Auftreten aller Erstligisten und vieler Zweitligisten ein "wichtiges Signal auf der nationalen und internationalen Bühne Bundesliga aussenden". Die Grün-Weißen seien seit vielen Jahren in der Flüchtlingshilfe und Integrationsarbeit aktiv, steht weiter in der Mitteilung.

Für die Geschäftsführung sei es nachvollziehbar, dass sich viele Fans kritisch zur Rolle der Bild in der Flüchtlingsthematik äußern. Zudem habe die Kritik des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann am FC St. Pauli, der sich wie einige andere Klubs nicht an der Aktion beteiligen wird, dazu geführt, dass diese Klubs in ein falsches Licht gerückt und die Aufmerksamkeit leider in großem Maße von der Botschaft „Wir helfen" abgelenkt wurde. Das bedauere Werder Bremen sehr.

Zahlreiche Fanclubs und Unterstützer des Fußball-Bundesligisten hatten Kritik geäußert und unter dem Hashtag #bildnotwelcome "keinen Werbeplatz für die “Bild”-Zeitung" gefordert. Am Freitagabend waren es bereits 30 Fangruppierungen der Grün-Weißen, die sich gegen das Logo aussprachen.

Werder Bremen wolle am Samstag deutlich machen, dass die Projekte des Vereins seit vielen Jahren auf einer lokalen Verwurzelung und der Kooperation mit regionalen Netzwerkpartnern, ehrenamtlichen Helfern und Fans und überregionalen Flüchtlingsinitiativen basieren und dass er sich bei seiner Hilfe für Flüchtlinge nicht von anderen Diskussionen ablenken lassen wird. pfa

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