Kruse spürt die Aufbruchstimmung

„Der ganze Verein steht hinter mir“

Max Kruse hat in Herzlake seine Gitarre dabei. Wie gut er spielen kann, wollte der 28-Jährige aber nicht verraten. - Foto: nph

Herzlake- Im Vorbereitungs-Trainingslager von Borussia Mönchengladbach musste Max Kruse 2013 mal ein Liedchen singen. So etwas gehört dazu, wenn man neu ist in einem Fußballteam. Die Kollegen bei Werder haben den 28-Jährigen aber noch nicht zu einem Antrittsgeschenk der humorigen Art genötigt.

„Bis jetzt ist nichts passiert“, sagte Kruse gestern Mittag, „ich lasse das einfach auf mich zukommen.“ Vorbereitet war der Offensivmann aber offensichtlich, beim Einchecken ins Mannschaftshotel hatte er am Dienstag eine Gitarre dabei.

Wie gut er spielen kann, verriet er allerdings nicht – trotz mehrerer Nachfragen. Kruse und sein Gitarren-Geheimnis. Lüften will er es zuerst auf seiner Facebook-Seite. Diese Vorgehensweise habe sich „in den letzten Wochen herauskristallisiert“, sagte Kruse und führte aus: „In den vergangenen Monaten ist eine Menge über mich geschrieben worden. Ich habe mich dann entschieden, meine Fans direkt und persönlich zu informieren. Das ist, finde ich, der beste, einfachste und ehrlichste Weg der Kommunikation.“

In der Medienrunde sprach Kruse gestern also nicht über sein Instrument, dafür aber über seine ersten Eindrücke bei Werder. Seit rund einer Woche ist nun zurück. „All das, was ich erwartet hatte, bestätigt sich mehr und mehr“, meinte er: „Die Stimmung ist positiv, neben der nötigen Ernsthaftigkeit wird viel gelacht. Der Team-Zusammenhalt ist sehr gut.“ In der vergangenen Saison mit hartem Abstiegskampf sei die Mannschaft eng zusammengerückt. „Das“, sagte Kruse, „hat es mir leicht gemacht, hier Anschluss zu finden“.

Vom ersten Tag an, meinte der 28-Jährige, „habe ich hier eine Aufbruchstimmung gespürt. Der ganze Verein steht hinter mir.“ Das mache ihn zuversichtlich, mit Werder eine gute Saison spielen zu können: „Wir sind individuell sehr gut besetzt, ich mache mir keine Sorgen.“

Besonders freut er sich auf das Zusammenspiel mit dem aktuell angeschlagenen Claudio Pizarro. Er habe nicht nur als junger Profi zum Peruaner aufgeschaut, erklärte Kruse. Er tue es nach wie vor: „Er ist ein ganz besonderer Spieler, wir verstehen uns auf und neben dem Platz gut. Ich hoffe, wir können gemeinsam für Furore sorgen.“ - mr

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