Kommentar zu Werders verpatztem Saisonstart

Schnell die Treue prüfen

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Viktor Skripnik und Frank Baumann (Archivbild)

Ein Kommentar von Björn Knips. Null Punkte, 1:8 Tore, raus aus dem Pokal – das sind schon wieder Zahlen für die Geschichtsbücher. Und in dieser Saison ist Werder sogar ganz unten angekommen – also Tabellenletzter.

Sportredakteur Björn Knips

Okay, das kann nach zwei Spieltagen mit einer Partie bei den Bayern passieren. Aber wenn der Trainer so einen Auftritt im eigenen Stadion wie gegen Augsburg als „richtigen Fortschritt“ verkauft, dann ist das wie Springreiten über Stangen, die auf dem Boden liegen. Werder hat auch gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf enttäuscht. Kaum Torchancen, dafür umso mehr Angst.

Ein Nationalspieler wie Theodor Gebre Selassie versteckt sich, damit er mit Ball bloß keinen Fehler macht. Andere beherrschen diese Disziplin ebenfalls bestens. Selbst Kapitän Clemens Fritz lässt das Ruder am Ende fallen. Das ist der Untergang – und nicht das einzige Problem. Wenn ein Spieler wie Zlatko Junuzovic von fehlender Power kurz nach der Pause berichtet, dann ist das ziemlich brisant. Meint er damit, dass den Kollegen die nötige Fitness oder die nötige Frische fehlt? Hat Skripnik falsch trainiert? Oder suchen die Profis nach Ausreden, um selbst besser dazustehen – auf Kosten des Trainers?

Fakt ist: Wie schon in München haben sich die Werder-Profis ganz früh ergeben. So spielen eigentlich Mannschaften, die nicht mehr für ihren Trainer durchs Feuer gehen. Sportchef Frank Baumann muss das schnell klären, sonst hält er dem Coach bald vielleicht ganz allein die Treue. Und Werders Geschichtsbücher füllen sich weiter mit immer neuen Negativrekorden.

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