Nach 1:6-Klatsche gegen FC Bayern

Kommentar: Alarmierende Signale beim SV Werder Bremen befeuern die Kohfeldt-Frage

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Werder Bremen von Trainer Florian Kohfeldt ist beim FC Bayern München mit 1:6 unter die Räder gekommen.

Das 1:6 gegen den FC Bayern München dokumentiert eine Rückentwicklung bei Werder Bremen. Trainer Florian Kohfeldt sollte das noch aber noch nicht den Job kosten. Ein Kommentar von Carsten Sander.

Nun hat also auch Florian Kohfeldt sein Bayern-Desaster erlebt. 1:6 verloren – nicht nur das Resultat erinnert sehr an die Zeiten, als der SV Werder Bremen unter den Trainern Robin Dutt oder Viktor Skripnik als willfähriges Opfer schlimme Pleiten gegen den Rekordmeister kassierte, sondern auch die Leistung.

Jedenfalls die in der zweiten Halbzeit. Kopflos, wehrlos, mutlos – es war ein alarmierendes Signal, das das von Kohfeldt geführte Team gesendet hatte. So ist Werder Bremen definitiv ein Abstiegskandidat. Ohne Wenn und Aber.

Ergebnis und Auftritt dokumentieren, wie negativ die Entwicklung bei Werder in dieser Saison ist. Der Fortschritt, von Kohfeldt nach Amtsübernahme zunächst in rasantem Tempo vorangetrieben, hat erst Halt gemacht und ist nun umgekehrt. Werder ist bei Weitem nicht so gut, wie Werder es vor der Saison gedacht hatte. Und wie Kohfeldt es angenommen hatte.

Werder Bremen hat Qualität der Spieler falsch eingeschätzt

Der Coach hätte im Sommer wohl jedem garantiert, dass sein Team nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Hat es nun aber doch. Ein Grund dafür ist sicherlich die Verletzungsmisere. Füllkrug, Moisander, Augustinsson, Toprak, Möhwald sind nur einige prominente Namen, die lange gefehlt haben oder noch fehlen.

Aber: Die Bremer Chefs haben stets die Qualität des von ihnen zusammengestellten Kaders betont. Der sollte trotz der Personalprobleme gut genug sein für das gesicherte Mittelfeld, ist es aber nicht. Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann haben ihr Personal folglich falsch eingeschätzt. Die guten Ansätze, die fraglos da waren, hat das Team mit kollektiven und individuellen Fehlern immer wieder selbst gründlich zertrampelt.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt sollte schlechte Hinrunde nicht zum Verhängnis werden

Dass das nicht allein auf die Spieler geschoben werden kann, weiß auch Kohfeldt, der sich und sein Trainerteam nicht aus der Verantwortung nimmt. „Du kommst nicht in eine solche Situation, ohne Fehler gemacht zu haben. Wer so etwas sagt, der belügt sich selber“, sagte er nach dem 1:6 von Werder Bremen gegen den FC Bayern, das ihn in eine Reihe stellt mit Skripnik und Dutt, die ebenfalls sechs oder gar sieben Gegentore gegen München kassiert hatten. Beide scheiterten unter anderem deshalb bei Werder, weil sie solche Pleiten nicht verhindern konnten. Frage: Wird auch Kohfeldt bei Werder scheitern?

Dazu eine klare Meinung: Hoffentlich nicht! Der Trainer ist mit 37 Jahren noch ein Talent, und Talente dürfen Fehler machen. Kohfeldts Begabung, ein Team entwickeln und führen zu können, war in der vergangenen Saison aber so deutlich geworden, dass ihm die schlechte Hinrunde nicht zum Verhängnis werden sollte. Die Chance, es im kommenden Jahr wieder besser zu machen, hat er verdient. Selbst dann, wenn Werder auf einem Abstiegsplatz überwintern sollte.

Mehr News zu Werder Bremen

Die nächste schlechte Nachricht: Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie verletzt sich im Spiel gegen den FC Bayern schwer. Nach dem 1:6 gegen Bayern schützt Mario Basler Werder-Trainer Florian Kohfeldt - und bringt den BVB ins Spiel. „Das Tor mit dem eigenen Leben verteidigen“ – Trainer Florian Kohfeldt macht seine Spieler nach dem Bayern-Debakel für das Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05 heiß.

Quelle: DeichStube

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