Kruse verlässt Werder

Kommentar: Mutiger geht es nicht

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Max Kruse wird Werder Bremen nach der Saison verlassen. Das gab der Kapitän am Freitag bekannt.

Ein Kommentar von Björn Knips - Respekt, Werder! Wer hat schon den Mut und lässt, um Klarheit zu haben, den besten Spieler ziehen? Auf dem Papier ist das Max Kruse ohne Frage. Elf Treffer, zehn Vorlagen – da geht den Bremern jede Menge Torgefahr verloren. Als Kapitän war Kruse zudem ein Antreiber. Der 31-Jährige hinterlässt eine große Lücke. Die zu füllen, wird schwierig.

Aber es passt zu Frank Baumann und Florian Kohfeldt, diese mutige Entscheidung zu treffen – und Kruse nicht alle Wünsche wie zum Beispiel ein längeres Warten oder ein höheres Gehalt zu erfüllen. Dabei hatte es lange Zeit so ausgesehen, als würde Kruse Narrenfreiheit genießen. Er bedankte sich für diesen Sonderstatus mit außergewöhnlichen Leistungen.

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Doch ganz offensichtlich wird Kruse nun anders bewertet. Werder fühlt sich bereit, ohne Kruse den nächsten Schritt zu gehen. Es hört sich sogar fast so an, als sei eine Weiterentwicklung der Mannschaft nur ohne diese spielbestimmende Persönlichkeit möglich.

Mit seinem Zögern hat Kruse diese Einschätzung noch verstärkt, weil er seine persönlichen Interessen weit über die des Teams gestellt hat. Das ist legitim, aber eben auch gefährlich. Kruse hat dabei eine große Chance verpasst, Werder-Geschichte zu schreiben. Auch das ist mutig.

Die Trennung musste sein, aber Baumann und Kohfeldt sollten nun auch Alternativen in der Hinterhand haben.

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Nach dem Sieg von Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg: Mutig, mutiger, Kohfeldt – ein Kommentar der DeichStube.

Quelle: DeichStube

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