Werder-Coach über Besonderheit des Pokalspiels

Kohfeldts Spezialplan, um die Spannung aufzubauen

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt freut sich auf den anstehenden Saisonstart.

Bremen - Normalerweise geht das so: Wenn der Werder-Bus die Rampe am Osterdeich herunterfährt, dann steigt die Spannung der Insassen. Auswärts ist das genauso, wenn die gegnerische Arena in Sichtweite kommt.

Bei einem Bundesliga-Spiel, berichtet Werder-Coach Florian Kohfeldt, sei das mit dem so wichtigen Spannungsaufbau der Spieler überhaupt kein Problem. Im Pokal schon – gerade in der ersten Runde. „Wir müssen uns diese Spannung erarbeiten. Gelingt uns das, gewinnen wir auch“, sagt Kohfeldt und verrät, wie speziell er das Pokalspiel am Samstag beim Regionalligisten Wormatia Worms (15.30 Uhr/Sky) angeht.

„Reden“ ist dabei Kohfeldts erster Ansatz. Natürlich gibt es diverse Analysen, auch über den Gegner, „den wir uns ganz genau angeschaut haben“, so der Coach. Aber diesmal wird es dazu ein ganz besonderes Video geben, ein mahnendes mit Szenen aus eigenen Spielen. „Wir wollen zeigen, an welchen Punkten in einem Spiel man absolute Spannung sieht, aber eben auch kleine Nachlässigkeiten und die Folgen“, erklärt Kohfeldt: „So etwas darf uns nicht passieren.“

Denn jeder kennt sie doch – diese Pokal-Sensationen. Seit 2011 hat es Werder vier Mal erwischt. Worms sei zwar der „Underdog“, betont Kohfeldt und will damit keineswegs respektlos klingen, aber Außenseiter würden nun mal auf ihre Chance lauern. Und der Regionalligist habe durchaus Spieler in seinen Reihen, „die genau wissen, wann man zupacken muss“. Es geht dabei um diese ein, zwei Konter, die jeder Außenseiter irgendwann im Spiel mal bekommt.

Deswegen steht bei Kohfeldt die Konterabsicherung ganz oben auf der Agenda. Genauso wie das Spiel gegen einen sehr tief stehenden Gegner. Es könne durchaus sein, dass die Aufstellung ganz anders aussieht als bei einem Bundesligaspiel. Dabei bringt Kohfeldt nicht nur Claudio Pizarro als weiteren Stürmer ins Gespräch, sondern auch Johannes Eggestein. Der Angreifer könne durchaus im Mittelfeld agieren und dann mit seiner „enormen Abschlussstärke“ für Torgefahr sorgen. Der Kader biete dabei einige Möglichkeiten, so Kohfeldt.

„Ganz anderes Kribbeln“ - Kohfeldt im Wettkampfmodus

Der Coach hat sichtlich Spaß an dieser Aufgabe, er tüftelt einfach gerne. Und endlich mündet diese Arbeit auch wieder in einen Wettbewerb. „Ich freue mich einfach, dass die Vorbereitung vorbei ist. Vor den Spielen ist jetzt wieder ein ganz anderes Kribbeln. Genau das macht den Reiz meines Berufs doch aus“, schwärmt Kohfeldt. Der Coach hat also keinerlei Spannungsprobleme, er ist bereits im Wettkampfmodus. Und große Sorgen, dass ihm seine Spieler dabei nicht folgen könnten, macht er sich nicht. „Ich habe eine Mannschaft, die sehr seriös an die Sache geht“, lobt Kohfeldt und schaut zufrieden zum neben ihm sitzenden Niklas Moisander. Ein Musterprofi.

Das hat den Finnen allerdings nicht davor bewahrt, sich vor zwei Jahren mit Werder bei den Sportfreunden Lotte zu blamieren. 1:2 – Pokalaus in Runde eins. „Das war mein erstes Pflichtspiel für Werder – eine große Enttäuschung“, erinnert sich der 32-Jährige: „Das muss uns eine Warnung sein. Wir müssen sofort wach und fokussiert sein.“ Der Vize-Kapitän appelliert dabei auch an die Eigenverantwortung der Profis. Um den Spannungsaufbau müsse sich jeder selbst kümmern. Seine Taktik ist dabei ganz simpel: „Ich mache dieselben Sachen wie immer.“

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Quelle: DeichStube

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