Waldemar Anton kein Thema bei Werder 

Schlechter und doch besser - wie Kohfeldt die Abwehrarbeit bewertet

+
Coach Kohfeldt und sein Abwehrchef Niklas Moisander.

Bremen – Die Zahl sagt: Werder hat sich in der Abwehr wieder verschlechtert.

49 Gegentore haben die Bremer in der abgelaufenen Saison kassiert – das sind neun mehr als in der Spielzeit zuvor, in der es nur sehr respektable 40 Treffer gesetzt hatte. Obwohl die Anzahl der Gegentore nun um beinahe 25 Prozent zugenommen hat, sagt der Trainer: „Wir haben wesentlich besser verteidigt.“ Wie diese Meinung mit dem Wert in der Tabelle korrespondiert? Kohfeldt versucht es mit der „Grundidee“ bei der Abwehrarbeit zu erklären. Und die Grundidee beinhaltet, die Defensive nicht als Kampf Mann gegen Mann oder Mann gegen Ball zu begreifen, sondern auch hier den kollektiven Ansatz zu sehen. Kohfeldt nennt es „Situationen über unsere Spielweise verhindern“.

Tempo die Schwäche der Bremer Verteidiger

Dabei geht es unter anderem auch darum, die Innenverteidiger gar nicht erst Eins-gegen-eins-Situationen auszusetzen. Schon gar nicht heiklen Laufduellen. Denn im Tempo liegt die Schwäche der zentralen Bremer Verteidiger Niklas Moisander, Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp. Was passiert, wenn das System versagt, haben laut Kohfeldt die Spiele gegen Bayer Leverkusen in der Hinrunde (2:6) und gegen Fortuna Düsseldorf in der Rückrunde (1:4) gezeigt. „Das waren zehn Gegentore, und das waren genau die beiden Spiele, in denen genau dieser Teil unseres Spiels nicht funktioniert hat“, sagt Kohfeldt.

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass bei sechs oder vier Gegentoren irgendwas ganz gehörig daneben gegangen sein muss. Aber es war für Kohfeldt eben kein individuelles Versagen der Innenverteidiger, sondern ein Im-Stich-lassen der Jungs in der letzten Reihe. Wenn die dann bei Kontern aber das Tempo der Angreifer nicht mitgehen können, ist das fraglos ein Teil des Problems. Aber eben nur ein Teil, die letzte Zutat quasi. Kohfeldt beschränkt sich in seinen Überlegungen folglich nicht auf Schlagwörter wie Tempodefizit, sondern denkt weiter. „Es ist für uns als Trainerteam die Aufgabe, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, wie man Konter absichert. Da sehe ich uns auf einem guten Weg. Wir haben auch ganz viele Spiele gehabt, in denen wir es sehr gut verteidigt haben. Ich sehe es nicht als zwangsläufig notwendig an, dass wir uns reine Geschwindigkeit dazuholen.“

Schon gelesen? Kohfeldt im DeichStube-Interview: „Ich traue nicht nur mir selbst“

Kohfeldt lässt grundsätzlich offen, ob er die Innenverteidigung, zu der auch Marco Friedl gezählt wird, überhaupt personell verstärken, ergänzen oder verändern möchte. Waldemar Anton von Hannover 96, der immer wieder als Kandidat für den SV Werder gehandelt wird, ist nach Informationen der DeichStube jedenfalls kein Thema in Bremen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Luftwaffe bestätigt Tod eines "Eurofighter"-Piloten

Luftwaffe bestätigt Tod eines "Eurofighter"-Piloten

Bund will gegen Österreichs Fahrverbote klagen

Bund will gegen Österreichs Fahrverbote klagen

Sommerfest mit Nino de Angelo

Sommerfest mit Nino de Angelo

Oldtimertreffen in Aschen

Oldtimertreffen in Aschen

Meistgelesene Artikel

Kohfeldt will auch bei Werder Bremen verlängern

Kohfeldt will auch bei Werder Bremen verlängern

Keine Perspektive bei Werder: Robert Bauer fehlt beim Trainingsauftakt

Keine Perspektive bei Werder: Robert Bauer fehlt beim Trainingsauftakt

„kicker“-Rangliste: Milot Rashica und Max Kruse sind internationale Klasse

„kicker“-Rangliste: Milot Rashica und Max Kruse sind internationale Klasse

Max Kruse: Transfer zu Fenerbahce schon perfekt?

Max Kruse: Transfer zu Fenerbahce schon perfekt?

Kommentare