Abwehrspieler nach Sperre zurück

Jetzt muss das „Monster“ Kevin Vogt Werder Bremen retten

Die Entschlossenheit in Person: Kevin Vogt soll nach seiner Sperre im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim für Werder Bremen zum Retter werden.
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Die Entschlossenheit in Person: Kevin Vogt soll nach seiner Sperre im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim für Werder Bremen zum Retter werden.

Bremen – Kevin Vogt ist 1,94 Meter groß, ein Hüne, Kategorie Türsteher – mit einer freundlichen, aber letztlich ziemlich kompromisslosen Art. Von dieser Sorte Fußballer hat der SV Werder Bremen sonst keinen in seinem Kader. Und deshalb wurde der gelbgesperrte Vogt im Hinspiel der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim auch so sträflich vermisst.

Im Rückspiel gegen Heidenheim am Montag könnte der 28-Jährige zu Werder Bremens Lebensversicherung im Kampf um den Klassenerhalt werden. „Kevin Vogt hat in den letzten Monaten gezeigt, dass er uns mit seiner Qualität und seiner Art gerade in schwierigen Phasen sehr gut tut“, sagt Sportchef Frank Baumann. Im Januar hatte er den Defensivspezialisten von 1899 Hoffenheim losgeeist – auf Leihbasis bis Saisonende. 

Kevin Vogts Worte haben bei Werder Bremen Gewicht

Ein echter Coup. Denn bei einem Marktwert von acht Millionen Euro und einer Vertragslaufzeit in Hoffenheim bis 2022 ist so ein Spieler wie Vogt für Werder Bremen eigentlich nicht finanzierbar. Deswegen gilt es eigentlich als sicher, dass Vogt nach der Saison in den Kraichgau zurückkehrt.

Doch bei dem Ruhrpott-Jungen, der in Witten geboren ist und beim VfL Bochum zum Bundesliga-Profi wurde, war nie zu spüren, dass es bei Werder nur ein Engagement auf Zeit ist. Kevin Vogt schonte sich nie, kehrte nach Verletzungen schnell zurück, biss auf die Zähne. Er war nicht nur der Krieger im Abstiegskampf, sondern schnell der Chef. Am letzten Spieltag gegen Köln faltete er Teamkollege Davy Klaassen gleich mehrfach lautstark auf dem Platz zusammen, weil der nicht aufmerksam genug verteidigt hatte. Der Niederländer, immerhin der Vize-Kapitän, hörte zu und erledigte seinen Job fortan noch konzentrierter. Vogts Worte haben Gewicht.

Werder Bremen: Als Ersatz für gesperrten Niklas Moisander wäre Kevin Vogt fast schon zu schade

Aber auch sein ganzes Auftreten macht Eindruck. Der 28-Jährige, der inzwischen 227 Bundesliga-Spiele für den VfL Bochum, den FC Augsburg, den 1. FC Köln, 1899 Hoffenheim und Werder Bremen auf dem Buckel hat, strahlt jede Menge Ruhe und Selbstbewusstsein aus. Auch nach Fehlern, von denen kann sich die Leihgabe wahrlich nicht freisprechen. Mindestens zwei, drei Gegentore gehen auf sein Konto, weil er im Strafraum zu spät reagierte. Doch deshalb knickte Kevin Vogt nicht ein. Er spielte weiter – und die Betonung liegt auf spielen. Denn bei aller körperlichen Wucht bevorzugt Vogt die feine Klinge, also den geschickten Pass zum Nebenmann oder besser noch nach vorne, anstatt die Kugel nur wegzuhauen. Andererseits ist er sich nie zu schade, die Grätsche auszupacken, sich mit Gegenspielern anzulegen oder auch mal dem Schiedsrichter einen bösen Blick zuzuwerfen.

Kurz gesagt: So ein Mentalitätsmonster hat Werder Bremen am Donnerstag gegen Heidenheim definitiv gefehlt. Am besten kann er seine Rolle als Pendler zwischen der Abwehrkette und der Position des Sechsers ausfüllen. Als Ersatz des gesperrten Niklas Moisander in der Innenverteidigung wäre Vogt fast schon verschenkt, so ein Spieler braucht einfach mehr Einfluss in diesem wichtigen Spiel in Heidenheim. (kni)

Zur letzten Meldung vom 30. Juni 2020:

Wer ersetzt Kevin Vogt bei Werder im Relegations-Hinspiel gegen Heidenheim?

Es gab nicht viel, was diesen glückseligen grün-weißen Samstagnachmittag trüben konnte – eine schlechte Nachricht musste der SV Werder Bremen dann aber doch hinnehmen: Im Hinspiel der Relegation muss der Verein am kommenden Donnerstag auf seinen Abwehrchef Kevin Vogt verzichten.

Der 28-Jährige hatte sich während des 6:1-Erfolgs des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln nach einem taktischen Foul an Marco Höger seine fünfte Gelbe Karte abgeholt und ist nun gesperrt. Was unweigerlich die Frage aufwirft: Wer ersetzt Kevin Vogt? Varianten stehen Trainer Florian Kohfeldt gleich mehrere zur Verfügung.

Als Vogt vor dem Auswärtsspiel in Mainz wegen Adduktorenproblemen nicht zur Verfügung stand, beorderte Kohfeldt Spätstarter Christian Groß in die Startelf, der den Part als Pendler zwischen Fünferkette und defensivem Mittelfeld übernahm.

Werder Bremen ohne Kevin Vogt: Mehrere Ersatz-Möglichkeiten in der Relegation

Während des Spiels von Werder Bremen gegen Bayern München eine Woche zuvor hatte Kevin Vogt nach der ersten Halbzeit verletzt vom Platz gemusst, damals wurde er von Sebastian Langkamp ersetzt, der in die Innenverteidigung rückte und seine Sache gut machte. Im Vergleich zu Groß (14 Bundesligaspiele) verfügt der 32-Jährige mit 188 Bundesliga-Spielen über die deutlich größere Erfahrung, was für die Relegation gegen den 1. FC Heidenheim wichtig sein könnte.

Für Werder-Urgestein Philipp Bargfrede (205 Bundesligaspiele) gilt das Gleiche. Er könnte gegen Heidenheim für Vogt vor der Werder-Abwehr auflaufen, wenn es sein Körper denn zulässt. Eine Rolle, die theoretisch auch ein deutlich defensiv ausgerichteter Maximilian Eggestein übernehmen könnte. (dco)

Mehr News zu Werder Bremen

Für die Relegation: Der SV Werder Bremen verlängert alle auslaufenden Verträge - außer einen. Und: Niclas Füllkrug-Effekt? Warum Werder Bremen plötzlich wieder Tore schießt.

Quelle: DeichStube

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