Werdfer gewinnt gegen Schalke 04

Werder-Noten gegen Schalke 04: Kevin Vogt zeigt, warum er im Bremer Abstiegskampf so wichtig ist

Kevin Vogt wirft sich gegen Schalke 04 rein: Der Verteidiger ist für Werder Bremen im Abstiegskampf ganz besonders wichtig.
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Kevin Vogt wirft sich gegen Schalke 04 rein: Der Verteidiger ist für Werder Bremen im Abstiegskampf ganz besonders wichtig.

Werder Bremen hat gegen Schalke 04 einen ganz wichtigen 1:0-Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Hatte er jemals eine so ruhige Halbzeit wie die erste erlebt? Wohl kaum. Es gab absolut nix zu halten für den Schlussmann. Das änderte sich aber in Halbzeit zwei, als er gegen Raman eingreifen musste (53.). Note 3

Theodor Gebre Selassie: Zunächst ganz souverän auf der rechten Abwehrseite und ab und an mit einer guten Idee im Spiel nach vorne. In Halbzeit zwei deutlich mehr gefordert, aber weitgehend fehlerfrei. Note 3

Sebastian Langkamp: Die Überraschung in der Startelf. Langkamp rutschte für den gelb-gesperrten Milos Veljkovic in die Startelf und bekam den Vorzug vor Christian Groß, der wenige Tage zuvor noch gegen Gladbach überzeugt hatte. In seinem ersten Bundesliga-Auftritt seit 189 Tagen – zuletzt hatte Langkamp am 23. November im Hinspiel gegen Schalke 04 (1:2) gespielt – wurde der Innenverteidiger lange kaum gefordert und konnte sich auf eine Vielzahl risikoloser Pässe beschränken. Sah jedoch für ein taktisches Foul früh die Gelbe Karte (20.). Bei der ersten Schalker Chance durch Raman sah er nicht gut aus. Note 3,5

Niklas Moisander: Auch er geriet angesichts destruktiver und uninspirierter Schalker bis zur Pause so gut wie nie in Bedrängnis. Einmal beschwor er mit einem Fehlpass jedoch selbst Gefahr herauf. Note 3

Marco Friedl: Dicker hätte das Lob von Coach Kohfeldt für den Österreicher nicht ausfallen können. Obwohl Ludwig Augustinsson wieder für die linke Abwehrseite zur Verfügung stand, behielt Friedls seinen Platz in der Startelf. Behauptete sich zumeist in den Duellen mit Matondo und kam auch damit klar, dass Schalke meistens erzwingen wollte, dass der Bremer Spielaufbau über ihn laufen sollte. Verlor seine Sicherheit aber, als Schalke nach der Pause Druck entwickelte. Note 3,5

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt mit einem Tor der Extraklasse

Kevin Vogt: Er bekommt immer was ab: Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Gregoritsch gegen Vogt übel zutrat. Schmerzensschreie bei Vogt ließen Schlimmstes befürchten, doch der gerade von einer Hüftblessur genesene Defensivakteur konnte weitermachen. Agierte bei Ballbesitz auf der „Sechs“ und rutschte bei den seltenen Schalker Angriffen in die Abwehrkette. Auf beiden Positionen unaufgeregt und zuverlässig. Note 2,5

Maximilian Eggestein: Beste Szene in Halbzeit eins: Eine Grätsche mit Anlauf, mit der einen Schalker Konter unterbot. Bereitete eine gute Bittencourt-Chance vor, insgesamt kampfstark, aber immer noch weit davon entfernt, das Bremer Spiel prägen zu können. Note 3,5

Davy Klaassen: Half vor dem 1:0 mit, den Ball zu erobern. Insgesamt mit mehr defensiven als offensiven Akzenten – Kunststück, denn Klaassen agierte in der zweiten Halbzeit als Teil einer Doppelsechs. Gewohnt engagiert und viel unterwegs, aber auch mit Ballverlusten, die nicht sein mussten. Note 3

Leonardo Bittencourt (bis 45.): Nach der Kunstpause gegen Gladbach bekam er von Trainer Kohfeldt den Startelfplatz zurück – es war eine goldrichtige Entscheidung, wie sich in der 32. Minute zeigte. Bittencourts Schlenzer in den Winkel war Extraklasse. Nach dem 1:0-Siegtreffer in Freiburg war es schon sein zweites Tor nach der Corona-Pause. Nach einem Sturz auf den Rücken blieb Bittencourt nach der Pause aber in der Kabine. Note 2,5

Werder Bremen: Josh Sargent und Milot Rashica ohne Torgefahr

Josh Sargent (bis 70.): Er kämpft ja, keine Frage. Aber Sargent weiß zu wenig mit dem Ball anzufangen, wenn er ihn denn mal hat. Torgefahr geht von ihm nicht aus. Note 4

Milot Rashica (bis 58.): Als in der leeren Veltins-Arena der Anpfiff ertönte, tickte auch seine Torlos-Uhr weiter. Rashica startete bei 1122 Minuten ohne Treffer und blieb nach der Auswechslung bei 1180 vorerst wieder stehen. Rashica musste mit Problemen im linken Oberschenkel vom Platz. Blieb ohne nennenswerte Aktion. Note 4

Yuya Osako (ab 46./bis 90.+1): Wurde nach wenigen Minuten von McKennie per Ellbogencheck niedergestreckt. Weshalb der bereits verwarnte Schalker dafür nicht vom Platz musste – ein Rätsel. Osako rappelte sich wieder auf und hätte in der 88. Minute alles klar machen müssen, es fehlte aber am Mut zum eigenen Abschluss. Note 4

Davie Selke (ab 58.): Der Einsatz stimmte, aber eine Bereicherung war Selke nicht. Sorgte zu selten für offensive Entlastung. Fiel nur durch ein Gerangel in der Nachspielzeit auf – dafür gab‘s Gelb. Note 4

Philipp Bargfrede (ab 70.): Postierte sich gemeinsam mit Klaassen vor der Abwehrkette, wo es ihm einigermaßen gelang, die Schalker vom Strafraum fernzuhalten. Note -

Christian Groß (ab 90.+1): Brachte den Sieg mit ins Ziel. Note -

Mehr News zum SV Werder Bremen

Fraglich bleibt, was die Wende der Grün-Weißen am Ende wert sein wird. Denn eine erneute Wende im Abstiegskampf wäre für Werder Bremen das Ende. Welche Noten es für die Schalke-Spieler gegen Werder gab, lest ihr bei den Kollegen von RUHR24*.

Zur ersten Meldung:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Schalke 04: Kein Groß, kein Bargfrede - aber eine Überraschung!

Update (30. Mai 2020): Jetzt sind die Aufstellungen da - und es gibt eine Überraschung: Sebastian Langkamp spielt! Die Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Spiel von Werder Bremen gegen Schalke 04.

Bremen – Was war das zeitweise langweilig in Sachen Aufstellung beim SV Werder Bremen in dieser Saison. Denn aufgrund von zahlreichen Ausfällen stellte sich das Team fast immer von selbst auf, aber beim Spiel gegen den FC Schalke 04 am Samstag hat Trainer Florian Kohfeldt gleich auf mehreren Positionen die Qual der Wahl.

Weiter zur bisherigen Meldung:

Wer verteidigt zum Beispiel bei Werder Bremen auf der linken Seite? Marco Friedl oder Ludwig Augustinsson? Friedl hat seine Sache zuletzt sehr gut gemacht, Augustinsson ist aber wieder fit und mit seiner Erfahrung und Klasse eigentlich die bessere Besetzung auf dieser Position. Doch gegen Schalke muss sich der Schwede wohl noch einmal gedulden – wie schon gegen Borussia Mönchengladbach. Friedl dürfte seinen Platz behalten. Genauso wie in der Abwehr auch Niklas Moisander und Theodor Gebre Selassie.

Doch wer läuft für den gesperrten Milos Veljkovic auf? Kevin Vogt! Die Leihgabe aus Hoffenheim war zuletzt zwar mehr Sechser, aber Werder braucht jetzt ganz dringend defensive Stabilität und Körperlichkeit im Abwehrzentrum. Genau das liefert Vogt wie kaum ein anderer.

Werder Bremen-Aufstellung: Leonardo Bittencourt gegen Schalke 04 wohl zurück in Startelf

Außerdem hat sich ein gewisser Christian Groß im defensiven Mittelfeld mit seiner tollen Leistung gegen Mönchengladbach eigentlich festgespielt. Da dürfte es Philipp Bargfrede nach seiner abgesessenen Gelb-Rot-Sperre schwer haben, ins Team zurückzukehren. Maximilian Eggestein und Davy Klaassen sind dagegen gesetzt, sie haben sich nach dem Re-Start der Liga auch erheblich gesteigert.

Und vorne? Da wird wohl Leonardo Bittencourt seinen Stammplatz zurückbekommen und neben Josh Sargent und Milot Rashica stürmen. Wenngleich: Yuya Osako hat seine Sache gegen Gladbach wirklich gut gemacht und sich einen weiteren Startelf-Einsatz durchaus verdient. Aber Kohfeldt hat nun endlich wieder die Qual der Wahl. Im Tor muss er sich allerdings überhaupt keine Gedanken machen, da ist Jiri Pavlenka in Topform und deshalb auch im Spiel von Werder Bremen gegen Schalke 04 gesetzt.

So könnte die Aufstellung von Werder Bremen gegen Schalke 04 aussehen.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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