Mittelfeldspieler arbeitet trotz Coronavirus-Krise an Comeback

Werder-Profi Möhwald schuftet auswärts für sein Comeback

Kevin Möhwald, Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen, arbeitet trotz Coronavirus-Krise an seinem Comeback.
+
Kevin Möhwald, Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen, arbeitet trotz Coronavirus-Krise an seinem Comeback.

Donaustauf/Bremen – In der Coronavirus-Krise sind die Profis des SV Werder Bremen fast alle nur noch zu Hause, ab und zu kommen sie zum Einzeltraining ins Weserstadion. Einer allerdings nicht: Kevin Möhwald.

Der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen schuftet in Donaustauf für sein Comeback. Dort absolviert er den letzten Teil der Reha nach seiner schweren Knieverletzung zu Beginn der Saison und hofft auf eine baldige Rückkehr auf den Platz.

„Ich bin kurz davor, wieder mit richtigem Fußballtraining zu starten. Wenn ich mein Level in Prozent einstufen müsste, würde ich sagen, dass ich ungefähr 70 Prozent des Reha-Programmes abgeschlossen habe“, berichtet Kevin Möhwald in einem Interview bei werder.de: „Eine genaue Prognose, wie viele Wochen es noch sind, kann ich nicht geben. Aber für mich ist klar, dass ich erst wieder nach Bremen komme, wenn ich bereit bin und wieder ohne Einschränkungen Gas geben kann.“

Werder Bremen: Kevin Möhwald hält sich in der Coronavirus-Krise natürlich an die Regeln

Unterstützt wird Möhwald in Bayern von seiner Freundin Olivia. „Es ist natürlich schön, wenn man die richtigen Menschen um sich hat“, sagt Möhwald. Und so hat er schon ein bisschen die Gegend für Spaziergänge erkundet und zum Beispiel die berühmte Gedenkstätte Walhalla besucht. Natürlich hält er sich dabei an die Regeln in der Coronavirus-Krise. In der Reha bleibt ohnehin nur wenig Zeit für die Freizeit. Von acht Uhr bis 17 Uhr wird bei den Spezialisten in Donaustauf, zu denen viele Profi-Sportler kommen, gearbeitet. „Der Fokus liegt zurzeit darauf, den Muskel, der das Knie stabilisiert, zu stärken. Ansonsten fühlt sich das Knie gut an. Daher bin ich guter Dinge, dass eine Rückkehr absehbar ist“, erzählt Möhwald. Natürlich erhöhe die Verschiebung der Saison seine Comeback-Chance, so der 26-Jährige: „Aber dennoch ist es keine Selbstverständlichkeit.“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 19. März 2020

Kleine Chance auf Comeback von Kevin Möhwald in dieser Saison

Die Coronavirus-Pandemie legt den Fußball lahm, die Europameisterschaft im Sommer wird auf 2021 verschoben, die Bundesliga kann nun über das reguläre Saisonende hinaus verlängert werden. Für Werder Bremen kann das auch Vorteile mit sich bringen. Denn einige lange verletzte Spieler könnten so noch in dieser Saison zurückkehren. Das gilt zumindest für Ömer Toprak, vielleicht auch für Kevin Möhwald, nicht aber für Niclas Füllkrug.

„Bei Niclas würde ich keinerlei Hoffnung verbreiten“, erklärte Trainer Florian Kohfeldt in einem Interview mit „werder.de“. „Es geht bei ihm darum, dass er im Hinblick auf die neue Saison wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Ich sehe keine Möglichkeit, dass er vor dem 30. Juni bereits wieder in den Spielbetrieb einsteigt.“ Niclas Füllkrug hatte sich im September einen Kreuzbandriss zugezogen.

Werder Bremen: Comeback von Kevin Möhwald näher als von Niclas Füllkrug

Eine kleine Chance auf ein Comeback gibt es für Kevin Möhwald. „Bei ‚Möh‘ müssen wir abwarten, was im Mai passiert“, sagte Kohfeldt. „Bei ihm ist eine Rückkehr noch in dieser Saison nicht so unwahrscheinlich wie bei Niclas.“ Seit einer Knie-Operation im September kämpft der Mittelfeldspieler für seine Rückkehr, die für diese Saison schon als ausgeschlossen galt.

Durch eine Verlängerung der Saison dürfte derweil auch Ömer Toprak noch einige Spiele bekommen. Der Innenverteidiger, der sich im DFB-Pokal-Spiel von Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt doch nicht nur wie bisher gedacht eine Riss-Quetschwunde zugezogen, sondern sich auch am Syndesmoseband verletzt hat, fällt wohl noch bis Mai aus.

Werder Bremen: Verletzung hätte Ömer Topraks Saison-Aus bedeuten können

„Es hat sich bestätigt, dass im Sprunggelenk noch ein paar andere Dinge betroffen sind, die aufgrund der Schwellung zunächst nicht zu sehen waren“, erklärte Kohfeldt die späte Diagnose der Verletzung. „Vom Zeitpunkt des Frankfurt-Spiels gehen wir von einer Ausfallzeit von acht bis zehn Wochen aus.“

Acht Wochen würde eine Rückkehr um den Monatswechsel April/Mai bedeuten, bei zehn Wochen kann man mit Mitte Mai kalkulieren – also in der bisher regulär letzten Woche der Bundesliga-Saison. Die Wadenverletzung hätte für Ömer Toprak also das Saison-Aus bedeuten können. Wenn die Spielzeit durch die Coronavirus-Krise verlängert wird, dürfte Toprak doch nochmal zum Zug kommen. (han)

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Autodisco in Rotenburg: Rund 500 Besucher feiern Party

Autodisco in Rotenburg: Rund 500 Besucher feiern Party

Raumfahrer wieder von den USA aus zur ISS gestartet

Raumfahrer wieder von den USA aus zur ISS gestartet

Fotostrecke: Super-Schlenzer bringt Werder drei ganz wichtige Punkte

Fotostrecke: Super-Schlenzer bringt Werder drei ganz wichtige Punkte

Deutsche Snowboarder sammeln Müll am Jenner

Deutsche Snowboarder sammeln Müll am Jenner

Meistgelesene Artikel

Streichs Support für Werder-Coach Florian Kohfeldt: Kritiker „denken nicht nach, bevor sie in die Mikrofone schwätzen“

Streichs Support für Werder-Coach Florian Kohfeldt: Kritiker „denken nicht nach, bevor sie in die Mikrofone schwätzen“

Transfergerüchte-Ticker: Will Werder Arnaud Lusamba von OGC Nizza kaufen?

Transfergerüchte-Ticker: Will Werder Arnaud Lusamba von OGC Nizza kaufen?

Christian Groß darf beim SV Werder Bremen auf noch ein Bundesliga-Jahr hoffen

Christian Groß darf beim SV Werder Bremen auf noch ein Bundesliga-Jahr hoffen

TV-Hammer in der Bundesliga! Amazon überträgt weiter und schnappt sich gleich elf Partien

TV-Hammer in der Bundesliga! Amazon überträgt weiter und schnappt sich gleich elf Partien

Kommentare