Holen und weiterreichen „nicht in Ordnung“

Keine Tricksereien mit Füllkrug

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Bei Niclas Füllkrug (r.) flossen nach dem verpassten Aufstieg Tränen der Enttäuschung.

Bremen/Nürnberg - Die Tränen kamen einfach, er konnte sie nicht zurückhalten. Und so sahen Millionen TV-Zuschauer am Montagabend, wie Niclas Füllkrug den mit dem 1. FC Nürnberg verpassten Bundesliga-Aufstieg betrauerte.

0:1 hatten die Franken das Rückspiel gegen Eintracht Frankfurt verloren – das bedeutete nach dem 1:1 im Hinspiel, dass es für den Club in Liga zwei weitergeht. Aber auch für Niclas Füllkrug? Bis 2017 ist er noch an den FCN gebunden, der 23-Jährige (14 Saisontore) will künftig jedoch erstklassig spielen, das hat er oft betont. Und immer noch steht eine Rückholaktion durch den SV Werder im Raum. Für 1,8 Millionen Euro Ablöse können die Bremer den an der Weser ausgebildeten Stürmer wieder an sich binden. Die Option gilt jedoch nur noch bis Ende des Monats, spätestens Dienstag müsste also eine Entscheidung her.

Doch schon am Freitag wird Frank Baumann, der neue Geschäftsführer Sport bei Werder, im Zuge seiner offiziellen Vorstellung für Klarheit in der Sache sorgen. Dabei geht es nur um zwei Optionen: Holen oder nicht. Füllkrug zu kaufen, um ihn dann weiterzuverleihen und auf den großen Reibach zu einem späteren Zeitpunkt zu hoffen, kommt laut Klaus Filbry nicht in Frage. „Einem Menschen gegenüber wäre das nicht in Ordnung. Das würden wir nicht machen. Wenn wir ihn zurückholen, dann nur, weil wir denken, dass er uns sportlich weiterhilft. Alles andere ist der falsche Weg“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung.

Wie die Entscheidung letztlich ausfällt, darüber „sind wir mit Niclas und seinem Berater noch im Dialog“, so Filbry, der aber ausdrücklich Füllkrugs Fortschritte in Nürnberg lobt: „Niclas hat eine tolle Saison gespielt. Es freut mich für ihn, dass er sein Potenzial jetzt ausschöpft.“
kni/csa

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