Bis zu 8.500 Werder-Fans im Weserstadion

Werder Bremen will keine Gästefans ins Stadion lassen, 96-Chef Martin Kind protestiert

Der SV Werder Bremen will unter Einhaltung der vorgegebenen Hygiene-Konzepte in der kommenden Saison wieder bis zu 8.500 Zuschauer im Weserstadion zulassen - aber Gästefans müssen draußen bleiben.
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Der SV Werder Bremen will unter Einhaltung der vorgegebenen Hygiene-Konzepte in der kommenden Saison wieder bis zu 8.500 Zuschauer im Weserstadion zulassen - aber Gästefans müssen draußen bleiben.

Bremen/Hannover – 8.500 Zuschauer im Weserstadion, aber genau null davon aus Hannover? Das mag Martin Kind, der 96-Clubchef, nicht einfach klaglos hinnehmen. Er fordert für das Spiel zwischen Werder Bremen und Hannover 96, mit dem beide Teams am 24. oder 25. Juli in die neue Zweitliga-Saison starten, ein Kartenkontingent auch für Gäste-Fans. „Warum keine Fans von uns ins Stadion dürfen sollen, erschließt sich mir nicht. Damit wären ja auch die Statuten der DFL außer Kraft gesetzt“, sagte der 77-Jährige gegenüber „Sportbuzzer.de“.

Grundsätzlich gilt für den „Sonderspielbetrieb“ in den Bundesligen immer noch die Regelung, keine Gästefans zuzulassen. Weil die Reisetätigkeit ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bedeutet. Doch diese Maßgabe steht derzeit mit vielen anderen bei der Politik und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) auf dem Prüfstand. Es wird parallel an einem neuen, den sinkenden Corona-Fallzahlen angepassten Zuschauer-Konzept gearbeitet. Auch in Bremen wird in Gesundheits- und Ordnungsamt beraten, wie viele Fans im Spiel des SV Werder Bremen gegen Hannover wieder ins Stadion dürfen. Beschlossen ist jedoch noch nichts.

Werder Bremen will gegen Hannover 96 8.500 Fans ins Weserstadion lassen

Vorläufig muss sich Werder Bremen an zwei Vorgaben orientieren: zum einen an dem für die vergangene Saison erarbeiteten Konzept mit maximal 8.500 Stadionbesuchern. Zum anderen an einem etwas aktuelleren, aber auch schon mehrere Monate alten Leitfaden der DFL zur Wiederzulassung von Stadionbesuchen. In dem heißt es, dass sich Heim- und Gastclub über die Zuteilung von Gästetickets abstimmen sollen, sofern „keine bundesweiten Verfügungslagen oder Vorgaben gelten“ und keine ligaweiten, einheitlichen Festlegungen getroffen wurden.

Die Forderung von Martin Kind nach Tickets für 96-Fans ist also durchaus nachvollziehbar. „Ich erwarte schon, dass unseren Fans in Bremen auch ein Kontingent zur Verfügung gestellt wird“, sagt er und erklärt, dass Hannover 96 bei eigenen Heimspielen dem jeweiligen Gegner Tickets zukommen lassen wird: „Wir werden Gästefans in die HDI-Arena lassen.“ (csa)

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