Keine Einladung zur Nationalmannschaft

Ujah erholt sich in Bremen

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Anthony Ujah

Bremen - Nach dem Volltreffer von Augsburgs Caiuby war Anthony Ujah schwer angeknockt. „Ich habe den Ball direkt auf die Stelle bekommen. Es tut immer noch weh“, sagte der Werder-Stürmer, der mit einen schweren Rippenprellung in die Partie gegangen war, gestern Mittag.

Beim Gang in die Pause hatte Ujah in Augsburg mit Trainer Viktor Skripnik gesprochen. „Ich habe ihm gesagt, dass ich weiterspielen kann. Aber ich will nicht mit 70 Prozent spielen, die Mannschaft braucht 100 Prozent. Und wenn man einen Weltklassestürmer wie Claudio Pizarro auf der Bank hat, muss man dort eben selbst Platz nehmen“, sagte Ujah. Pizarro kam rein, schoss das wichtige 1:0 – und Ujah jubelte mit: „Ich hätte den Ball vielleicht erst mal angenommen. Er macht es direkt – eiskalt. Ich bin sehr, sehr glücklich und weiß, wie wichtig das Tor für ihn ist. Jetzt kommen noch viele mehr.“

Vielleicht stürmen die beiden bald Seite an Seite. „Jede Mannschaft braucht zwei Stürmer, die Tore machen“, sagt Ujah ganz allgegemein – und ergänzt mit Blick auf Pizarro: „Gemeinsam können wir den Gegnern immer Probleme bereiten.“ In den vergangenen Wochen favorisierte Trainer Skripnik jedoch ein System mit nur einer echten Spitze.

Für Ujah geht es jetzt erst mal darum, die Blessur auszukurieren. „Ich hoffe, dass ich Anfang nächster Woche wieder richtig fit bin und keine Schmerzen mehr habe.“ Erholen kann er sich in Bremen, denn zur nigerianischen Nationalmannschaft wurde der zuletzt formstarke 25-Jährige nicht eingeladen – mit der Verletzung hat das wohl nichts zu tun. „Ich hatte keinen Kontakt zu den Verantwortlichen“, sagt Ujah und klingt enttäuscht: „Ich spiele in einer Top-Liga. Ich weiß nicht, was ich sonst machen muss.“

mr

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