„Ich will ihn nicht provozieren müssen“

Kein Trainer-Lob für Joker Selke

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Werder-Stürmer-Selke

Stuttgart - Als der Acht-Millionen-Mann das 1:1 geköpft hatte, verzog er keine Miene. Kein Jubel, kein Lachen, stattdessen ließ Davie Selke in seltsamer Theatralik den Kopf hängen, wehrte Gratulationen fast schon ab. Vielleicht, weil er nicht in der Startelf gestanden hatte?

Werder-Coach Viktor Skripnik hatte den Mann, der am Ende der Saison für acht Millionen Euro zu RB Leipzig wechselt, auf die Bank gesetzt. Grund: Selkes schlechte Vorstellung eine Woche zuvor beim 0:0 gegen Mainz 05. „Er hat zuletzt schwach gespielt“, erklärte Skripnik, der sich gestern darüber hätte freuen können, dass Selke nach seiner Einwechslung deutlich besser auftrat und mit dem fünften Ballkontakt direkt traf.

Die pädagogische Maßnahme hätte der Coach als vollen Erfolg für sich verbuchen können. Doch das wollte Skripnik nicht. Er nahm sich den 20-Jährigen sogar noch mal explizit zur Brust. „Es ist schlecht vom Spieler, dass er erst gut spielt, wenn er enttäuscht ist, dass er nicht von Anfang an dabei war. Das macht mich sauer. Ich will ihn nicht provozieren müssen“, so Skripnik.
kni/csa

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