Auch Veljkovic schaut nur zu

Kein Eggestein-Debüt beim deutschen 1:1

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Werder-Profi Maximilian Eggestein bei der deutschen Nationalmannschaft Arm in Arm mit Matthias Ginter (li.) und Marco Reus.

Wolfsburg - Maximilian Eggestein muss sich noch etwas gedulden, um sich Nationalspieler nennen zu dürfen. Der Werder-Profi war am Mittwochabend in Wolfsburg nur Reservist beim letztlich enttäuschenden 1:1 (0:1) der deutschen Nationalmannschaft im Testspiel gegen Serbien.

Dabei erging es ihm genauso wie Neuling Niklas Stark von Hertha BSC. Der Leipziger Lukas Klostermann (RB Leipzig) feierte dagegen sein Debüt im DFB-Dress, musste aber kurz vor Schluss verletzt runter. Am Sonntag geht es für die Nationalmannschaft schon weiter, dann steht das EM-Qualifikationsspiel in den Niederlanden auf dem Programm. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Eggestein ausgerechnet in diesem wichtigen Pflichtspiel seine Premiere für Deutschland feiern wird.

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Maxi Eggestein: Auch ohne DFB-Einsatz mittendrin

Joachim Löw hatte Eggestein wie erwartet nicht in die Startelf beordert. Auf den Sechser-Positionen vertraute der Bundestrainer zunächst Joshua Kimmich vom FC Bayern und Ilkay Gündogan von Manchester City. Stammkraft Toni Kroos (Real Madrid) saß auf der Bank. Die Konkurrenz für Eggestein könnte kaum namhafter sein. Egal, der Bremer war trotzdem mittendrin. 

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Beim Warmmachen wurde er als Anspielstation für den Torschuss der Startformation gebraucht. Dann durfte der 22-Jährige noch ein bisschen Kreis mit Dortmunds Marco Reus und den anderen Reservisten spielen. Die Nationalhymne kannte Maxi natürlich schon von den Spielen mit der deutschen U21-Auswahl, trotzdem wird dieser Moment sicherlich noch länger in seinem Kopf bleiben.

Pizarro-Sprechchöre in Wolfsburg

Groß nachdenken konnte Eggestein darüber aber nicht. Denn bei der Nationalmannschaft ist es üblich, dass sich die Reservisten während des Spiels abwechselnd in kleinen Gruppen am Spielfeldrand warmhalten. Gut möglich, dass der Bremer den Gegentreffer seiner neuen Mannschaft nicht sitzend, sondern laufend erlebte. Der Frankfurter Luka Jovic hatte die Serben, bei denen Werder-Profi Milos Veljkovic nicht in der Startelf stand, schon nach zwölf Minuten in Führung geschossen. Die deutschen Fans waren bedient – und plötzlich war ein „Piiizarro“ von den Rängen zu hören. Etwas einstimmig, aber trotzdem durchaus vernehmbar.

Zur Pause ging Eggestein zunächst in die Kabine, doch nur kurz darauf kehrte er zurück. Kündigte sich da etwa ein Wechsel an? Nein. Der Bremer spielte sich mit den Kollegen ein bisschen den Ball zu. Reus gab dagegen Gas, denn der Dortmunder wurde zur Pause ebenso eingewechselt wie Keeper Marc-Andre ter Stegen. Wenig später kam dann Bayerns Leon Goretzka für den Leverkusener Julian Brandt.

Und Eggestein? Der schaute weiter zu, mal sitzend, mal laufend, mal dehnend. Und durfte dann endlich seine ersten Treffer im DFB-Trikot bejubeln, also nicht seinen eigenen, aber immerhin seinen ersten als Ersatzspieler. Okay, ausgeflippt ist Eggestein dabei jetzt nicht gerade. Nach dem Ausgleich von Goretzka (68.) klatschte der Werder-Profi aber immerhin kurz, um dann wieder Richtung Eckfahne zu laufen. Das passte zum bodenständigen Bremer. Sein Pech: Die deutsche Mannschaft spielte nun richtig gut. Diesen Flow wollte Löw offenbar nicht durch einen Spielertausch unterbrechen. Er wechselte nur noch unfreiwillig, brachte Thilo Kehrer für den verletzten Debütanten Klostermann und Nico Schulz für den von Milan Pavkov umgetretenen Leroy Sane. Der Serbe sah dafür in der Nachspielzeit übrigens Rot.

Veljkovic darf auch nicht ran

Was machte eigentlich Veljkovic? Der Werder-Verteidiger hatte lange Zeit dick eingepackt auf der serbischen Bank verbracht, lief sich dann aber ab der 80. Minute warm. Coach Mladen Krstajic brachte ihn trotzdem nicht mehr. Dabei sollte er als Bremer Double-Sieger von 2004 doch ein besonderes Herz für Werderaner haben. Aber das war irgendwie nicht der Abend des SV Werder.

Quelle: DeichStube

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