Werder kassiert: Petersen bleibt in Freiburg

„Eine untypische Entscheidung“

+
Nils Petersen hat zu Freiburg "Ja" gesagt.

Bremen/Freiburg -  Nils Petersen saß in seinem Auto und war bestens gelaunt. „Ich bin auf dem Weg nach Freiburg – und freue mich riesig“, sagte der 26-Jährige. Wenige Minuten zuvor war sein endgültiger Wechsel vom SV Werder zum SC Freiburg bekanntgegeben worden.

Eine Überraschung, denn nach neun Toren in 15 Spielen in der Rückrunde hatte kaum jemand damit gerechnet, dass Petersen mit den Freiburgern tatsächlich den harten Weg in die Zweite Liga antreten wird. „Ich weiß, das ist eine untypische Entscheidung, aber ich bin ja auch ein etwas anderer Spieler“, erklärte der 26-Jährige: „Der Verein liegt mir am Herzen. Wir sind zusammen abgestiegen, das tat weh. Da fühle ich mich auch in der Verantwortung. Und ich weiß, dass ich hier in diesem besonderen Umfeld meine beste Leistung abrufen kann.“

Der SC Freiburg wollte Petersen unbedingt behalten. Das Problem: Der Stürmer, der im Winter als Leihgabe in den Breisgau gekommen war, konnte nicht mehr per Kaufoption verpflichtet werden. Die galt nur für die erste Liga – und war mit 2,5 Millionen Euro Ablöse für einen Zweitligisten nicht gerade optimal. Doch dank diverser Transfers hat der Sportclub inzwischen das nötige Geld, Werder hielt sein Angebot aufrecht – und Trainer Christian Streich überzeugte Petersen: „Es hat mir imponiert, wie man sich um mich bemüht hat.“

Ganz im Gegensatz zu Werder. Dort war er zwar nicht unerwünscht, „aber ich habe schon gemerkt, dass man mich nicht unbedingt halten will“. Die Verpflichtung von Anthony Ujah für 4,5 Millionen Euro vom 1. FC Köln sei da ein weiteres klares Signal gewesen. „Ich bin da niemandem böse, so ist das Fußball-Geschäft“, sagt Petersen, dem der Abschied aus Bremen nach drei Jahren trotzdem schwer fällt: „Ich habe dort einfach zu viele Freunde, um das Kapitel Werder als geschlossen zu erklären.“ Deswegen kündigte er schon den Besuch des einen oder anderen Bremer Auswärtsspiels in der Nähe seines neuen Clubs an.

Und auch auf dem Platz soll es ein schnelles Wiedersehen gebe. „Ich komme zurück in die erste Liga“, versprach Petersen, der in Freiburg einen Vierjahres-Vertrag unterschrieben hat: „Ich bin noch nie aufgestiegen, das ist jetzt mein großes Ziel.“ Werder würde es freuen, dann gäbe es einen finanziellen Nachschlag, gleiches gilt für eine bestimmte Anzahl von Spielen und Toren von Petersen. Dann könnte die Ablöse sogar noch an die drei Millionen Euro heranreichen, die Werder einst an den FC Bayern für den Stürmer überwiesen hat. n kni

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Wahrscheinlichste neue Ministerinnen und Minister

Wahrscheinlichste neue Ministerinnen und Minister

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Meistgelesene Artikel

Werder-Aufstellung: Mit Friedl und Pavlenka in der Startelf gegen Dresden?

Werder-Aufstellung: Mit Friedl und Pavlenka in der Startelf gegen Dresden?

Werder-Aufstellung: Mit Friedl und Pavlenka in der Startelf gegen Dresden?
Warum Mbom bei Werder derzeit keine Option fürs Zentrum ist

Warum Mbom bei Werder derzeit keine Option fürs Zentrum ist

Warum Mbom bei Werder derzeit keine Option fürs Zentrum ist
Schützenfest und zwei Dreierpacks: Werders U23 fertigt Hildesheim ab

Schützenfest und zwei Dreierpacks: Werders U23 fertigt Hildesheim ab

Schützenfest und zwei Dreierpacks: Werders U23 fertigt Hildesheim ab
Ex-Bremer Heiko Scholz jetzt Co-Trainer in Dresden: „Werder zieht immer noch in dieser Region“

Ex-Bremer Heiko Scholz jetzt Co-Trainer in Dresden: „Werder zieht immer noch in dieser Region“

Ex-Bremer Heiko Scholz jetzt Co-Trainer in Dresden: „Werder zieht immer noch in dieser Region“

Kommentare