Werder-Kapitän

Junuzovic: Die ungeklärte Zukunft macht ihn flott

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Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic: Sein Vertrag läuft im Sommer aus, seine Zukunft ist noch offen.

Bremen - Vertrag Philipp Bargfrede? Abgehakt! Vertrag Fin Bartels? Erledigt! Vertrag Max Kruse? Frühestens im Sommer ein Thema. Vertrag Zlatko Junuzovic? Eine zähe Hängepartie!

Wer nun aber glaubt, dass Sportchef Frank Baumann das stören würde, der irrt. Ihm ist es offenbar ganz recht, dass Junuzovic (30) das Gefühl hat, um ein neues Arbeitspapier kämpfen zu müssen. Denn dass sich die unklare persönliche Situation mit dem am Saisonende auslaufenden Vertrag langsam zu einem brisanten Thema entwickelt, spornt den Werder-Kapitän an – so jedenfalls sieht es Baumann.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg gegen Frankfurt

Mit dem Tor zum 1:0 und der Flanke, die auf kuriose Weise zum 2:1-Siegtreffer wurde („Zu dreiviertel Zladdis Tor“, lacht Baumann) hatte Junuzovic maßgeblichen Anteil an dem Erfolg über Eintracht Frankfurt. Ob der Motor der 1,75 Tore auch gewesen sei, dass Junuzovic sich für einen neuen Vertrag interessant machen muss, war die Frage an Baumann. „Das zeigt er ja“, antwortete der Ex-Profi: „Heute und in den letzten Wochen.“ 

Auch vor der letzten Vertragsverlängerung, „als er in einer ähnlichen Situation war, hat er das sehr eindrucksvoll bewiesen. Deswegen passt das schon.“ Soll wohl heißen: Jetzt bloß nicht zu schnell machen mit dem neuen Vertrag. Wenig verwunderlich verkündete Baumann deshalb, dass es in den Verhandlungen keinen neuen Stand gebe.

Ein Tor und ein halbes – Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic war der Matchwinner im Spiel gegen Frankfurt, vielleicht ein etwas glücklicher.

Zur Veranschaulichung: In der Spielzeit 2014/15, als es um den Abschluss des jetzt auslaufenden Vertrags ging, legte Junuzovic mit sechs Toren und 15 Assists seine beste Saison bei Werder hin. Aktuell steht er der Mittelfeldmann bei zwei Toren und fünf Assists – da ist also noch Luft nach oben.

Kohfeldt will Junuzovic behalten

Während Trainer Florian Kohfeldt einmal mehr den Willen zur weiteren Zusammenarbeit bekundete („Ich würde Zladdi gerne behalten“), lächelte der Österreicher die Diskussion einfach weg. „Ich möchte bleiben, alles andere werden wir sehen“, sagte er. Vielleicht sehen die Fans auch noch weitere Tore des Kapitäns. Nach seinem 1:0 war die Freude bei ihm so groß, dass er sich erst jubelnd mehrfach auf die Brust schlug und schließlich auch noch mit Wucht auf eine TV-Kamera hieb. Ergebnis: Hand heile, Kamerarahmen verzogen. Der Kameramann soll, so hört man, erschrocken gewesen sein über den „Angriff“.

Junuzovic haut im Jubel auf die TV-Kamera.

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Quelle: DeichStube

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