Kapitän Fritz über seine Torflaute, den Di-Santo-Schock und sein nächstes Interview

„Es wird echt Zeit, dass es wieder klappt“

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Werder-Kapitän Clemens Fritz

Bremen - Der Kapitän hängt noch ein Jahr dran – und geht auch mit inzwischen 34 Jahren weiter vorneweg. In der Vorbereitung gehörte der Ex-Nationalspieler zu den besten Spielern. Was Clemens Fritz von der Saison erwartet, erklärt er im Interview.

Clemens Fritz, können Sie sich noch an Ihr letztes Bundesliga-Tor erinnern?
Clemens Fritz: Natürlich, auch wenn es schon etwas her ist. Das war mit dem Kopf gegen Freiburg.

Werder hat 5:3 gewonnen. Warum lässt Ihr nächstes Tor schon 100 Spiele auf sich warten? Sie sind ja inzwischen sogar aus der Abwehr ins Mittelfeld vorgerückt.
Fritz: 100 Spiele? Wann war denn das Spiel gegen Freiburg?

Fast genau vor vier Jahren.
Fritz: Wahnsinn! So lange ist das her? Das hätte ich nicht gedacht. Okay, dann wird es echt Zeit, dass es mal wieder klappt. Den Anspruch an mich habe ich schon, auch wenn ich meine Hauptaufgabe erst einmal in der Defensive sehe. Es hatte schon seine Gründe, warum ich damals als Stürmer nach hinten beordert wurde, ich bin eben kein Torjäger.

Wir haben einen heißen Draht zur guten Fee, wann soll sie Ihr nächstes Tor klarmachen?
Fritz: Das ist mir egal. Ich wünsche mir einfach einen guten Start. Wir haben ja vor einem Jahr gesehen, was passiert, wenn man in den ersten Spielen nicht gewinnt…

Wie groß ist der Di-Santo-Schock noch?
Fritz: Das war wirklich ein echter Schock. Es hatte ja wirklich alles darauf hingedeutet, dass er bleibt. Er hat das auch gesagt. Und es hat mit ihm und Anthony Ujah vorne super gepasst. Der Zeitpunkt macht die Geschichte noch schwieriger. Aber da müssen wir eben jetzt noch enger zusammenrücken.

Geht das überhaupt noch? Der angeblich so besondere Teamgeist wird doch schon seit vielen Monaten hervorgehoben. 
Fritz: Das stimmt zwar, aber es geht immer noch besser. Wir sind vergangene Saison gemeinsam einen sehr schwierigen Weg gegangen, von dieser Erfahrung können wir jetzt profitieren.

Ist der aktuelle Kader besser als der letzte?
Fritz: Vor dem Wechsel von Franco Di Santo hätte ich ganz klar ja gesagt. Wir haben gute Zugänge – und gerade unsere jungen Spieler haben viel Erfahrung gesammelt. Es wird spannend, wie sie sich entwickeln.

Wo landet Werder am Ende?
Fritz: Das ist total schwierig zu sagen. Wenn es so läuft wie in der Rückrunde, sind wir auf jeden Fall im gesicherten Mittelfeld. Aber man hat auch gesehen: Fallen Leistungsträger aus, kriegen wir Probleme.

Dieses Interview zur Saisonvorschau mit Ihnen als Werder-Kapitän hat schon Tradition. Sprechen wir uns nächstes Jahr an dieser Stelle wieder?
Fritz: Die Frage kann ich noch nicht beantworten. Ich werde nicht jünger, und die Wahrscheinlichkeit für so ein Interview wird geringer, aber ausschließen möchte ich es auch nicht.
kni

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