Kapitän Clemens Fritz übt aber Selbstkritik

Keine Reue wegen der Rolle rückwärts

Kapitän Clemens Fritz will nicht schon wieder an Abstiegskampf denken. - Foto: nordphoto

Bremen - Nach dem Desaster von München fand Clemens Fritz nur ganz schwer in den Schlaf. „Die Nacht war eine Katastrophe, der Tag danach auch noch“, erinnerte sich der 35-Jährige an die schmerzhaften Nachwehen der 0:6-Abreibung beim deutschen Rekordmeister.

In diesen Momenten könnte sich der Werder-Kapitän gefragt haben: Warum tue ich mir das alles überhaupt noch an? Hat er aber nicht – versicherte Fritz. Den Rücktritt vom im Januar angekündigten Rücktritt und die Verlängerung des Vertrags um ein Jahr habe er bisher nicht bereut. „Ich bin jetzt hier und sage nicht: Hätte ich mal. Das ist völliger Quatsch, damit beschäftige ich mich nicht. Ich gucke nicht zurück, sondern nach vorne“, betonte er gestern.

Die Zukunft sieht momentan jedoch alles andere als rosig aus. Nach dem peinlichen Pokal-Aus bei Drittligist Sportfreunde Lotte (1:2) und dem niederschmertternden Bundesliga-Auftakt in München (Fritz: „ein völlig vermasselter Start“) wächst bei vielen Fans die Angst vor dem nächsten Abstiegskampf. Bei Fritz dagegen nicht. „Das ist mir alles zu früh, das ganze Schwarzmalen“, meinte der Mittelfeldmann: „Jetzt schon zu sagen, alles ist schlecht und die ganze Saison wird kacke. Wir hatten erst ein Bundesliga-Spiel.“

In dem er selbst – wie fast alle seiner Teamkollegen – total enttäuschte. Auch in Lotte hatte Fritz längst nicht die Form der vergangenen Rückrunde, als er vorwegmarschiert war und oft zu den besten Bremern gehört hatte. „Körperlich fühle ich mich ganz gut“, sagte der drittälteste Profi im Bremer Kader, „aber mit meinen bisherigen Leistungen bin ich nicht zufrieden. Da gehe ich selbstkritisch mit mir um und erwarte mehr von mir.“ In welcher Hinsicht? Antwort Fritz: „In jeder.“ - mr

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