Werder-Bremen - Just married.

Just married

Von Björn Knips. Schade, dass ich schon verheiratet bin. Nein, ich habe keine Chinesin kennengelernt! Wobei genau das die nette Frau an der Rezeption von mir gedacht hatte. Dabei wollte ich doch nur recherchieren. Und eben nicht für meine Hochzeit, die war vor vier Jahren total genial. Doch das hier, das ist der Kracher – oder besser gesagt: Hier kann man es richtig krachen lassen.

Das Renaissance von Tianjin ist nach eigenen Angaben die erste Adresse für Hochzeiten in der Region – jedes Jahr im Mai und Oktober geben sich die Brautpaare hier die Hotelklinken in die Hand. Und zwar nachmittags. Das ist eine Besonderheit in China, wo normalerweise abends geheiratet wird.

Aus China berichtet Björn Knips

Der inzwischen von der Rezeptionistin herbeigerufene Public Relation Officer, übrigens wieder eine sehr nette Dame, hat schnell erkannt, dass ich für das Hotel auch ohne eigene Hochzeit wichtig sein könnte. Als Werbebotschafter. Und so schwärmt sie mir von dem großen Saal vor und den kleinen Filmchen, die kurz vor der Trauung gezeigt werden und das Leben der beiden in diesem Moment glücklichsten Menschen der Welt zeigen. Und die sagen dann – wie in Deutschland – ganz klassisch Ja zueinander. Allerdings hoch oben auf einer großen Bühne. Der Saal ist natürlich fulminant geschmückt. Abhängig von der Jahreszeit. Es gibt auch eine Weihnachts-Version, für alle die, die auf die Hochzeitsmonate Mai und Oktober pfeifen. Denen sind wahrscheinlich auch die chinesischen Glückstage egal. Noch so eine Besonderheit. Es wird nicht wie bei uns zwangsläufig freitags oder samstags gefeiert, um am nächsten Tag dem Kater genug Zeit zur Erholung zu geben. Hier bestimmt der chinesische Kalender mit seinen Glückstagen das Hochzeitsgeschäft.

Übrigens sei das auch der Grund, warum sie mir partout nicht sagen könne, wie oft im Renaissance die Tränen kullern, behauptet die PR-Dame mit dem typisch chinesischen Vornamen Vivienne. Ihre Kollegin heißt übrigens Melissa. Da muss ich zwangsläufig an Monika denken – Sie erinnern sich vielleicht an den Mega-Fan, der inzwischen mit seinem „Lebenslang-Grün-Weiß-Song“ bei werder.de zu hören ist.

Aber ich höre erst einmal noch Melissa zu. Die hat noch einen Trumpf im Ärmel, den Hauptgrund für den hohen Beliebtheitsgrad ihrer Luxusherberge: Den großen Garten direkt am See mit einem Blick auf die Skyline von Tianjin. Dumm nur, dass man die wegen des Smogs kaum erkennen kann. Aber an solchen Tagen hat man ja eh nur Augen für seine große Liebe…

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

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