„Man merkt, es ist angespannt“

Junuzovic warnt vor Pfiffen

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Zlatko Junuzovic geht mit gutem Beispiel voran und gibt stets Vollgas.

Bremen - Zlatko Junuzovic ist auf das Schlimmste vorbereitet – allerdings nicht sportlich, sondern was die Stimmung morgen im Bremer Weserstadion gegen den 1. FC Köln (20.30 Uhr) angeht: „Man merkt, es ist angespannt. Wir müssen uns auf Pfiffe einstellen, wenn es nicht so gut läuft.“

Was sich vielleicht etwas kritisch in Richtung Fans anhört, ist gar nicht so gemeint. Junuzovic kann eben verstehen, dass die Anhänger mit ihrer Geduld – speziell nach dem Desaster in München – am Ende sind. „Aber davon dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen, wir müssen dann selbstbewusst weiterspielen“, fordert der Österreicher. Ist das wirklich so einfach? Kann die Mannschaft den hohen Druck vor dem „Endspiel“, wie es Sportchef Thomas Eichin bezeichnet hat, abschütteln? „Dafür ist man Profi“, erwidert der 27-Jährige, der auf die Diskussion um Trainer Robin Dutt gar nicht direkt eingehen will, sondern nur allgemein feststellt: „Wir haben die Verantwortung auf dem Platz. Wir haben es in der Hand, dass es am Freitag positiv läuft und hier Ruhe einkehrt.“ Und damit es auch wirklich jeder versteht, was er meint, wählt Junuzovic noch ganz drastische Worte: „Wir müssen raus aus der Scheiße.“

Mit welcher Taktik das nach dem 0:6-Desaster gelingen soll, will der Mittelfeldspieler nicht verraten. Da beschreibt er lieber, mit welcher Marschroute er beim Gegner rechnet: „Die werden sich hinten reinstellen und uns das Spiel überlassen, um dann zu kontern.“

Also ein ganz anderes Spiel als in München, als die Bayern fast 80 Prozent Ballbesitz hatten. An diese Partie mag Junuzovic eigentlich gar nicht mehr denken. Eigentlich, denn auch er hat die 7:1-Gala des Meisters am Dienstag in der Champions League beim AS Rom gesehen. „Wenn die Bayern ins Rollen kommen, dann wird es eben schwierig. Das haben nicht nur wir zu spüren bekommen“, stellt Junuzovic mit einem Hauch von Genugtuung fest, als wolle er sagen: Seht her, die Römer sind auch nicht besser als die Bremer. Und die spielen immerhin Champions League und sind Tabellenzweiter der Serie A.

Er sagt es lieber nicht. Als Tabellenletzter der Bundesliga hat Werder wahrlich andere Probleme. „Egal, mit welchen Mitteln: Diese drei Punkte müssen geholt werden“, fordert der Nationalspieler und spricht einmal mehr von „einem dreckigen Spiel“. Doch bislang haben ihn da seine Kollegen wohl gepflegt überhört. Richtig robust gehen die Bremer schon lange nicht mehr zur Sache. Morgen wird das anders, verspricht Junuzovic den Fans einen „echten Flutlichtfight“.

ktu/kni

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