„Wenn wir nicht langsam etwas ändern, wird es düster“

Junuzovic tobt – und Skripnik weiß jetzt Bescheid

Zlatko Junuzovic war nach dem Schlusspfiff außer sich vor Wut und konnte auch von Co-Trainer Torsten Frings nicht wirklich besänftigt werden.
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Zlatko Junuzovic war nach dem Schlusspfiff außer sich vor Wut und konnte auch von Co-Trainer Torsten Frings nicht wirklich besänftigt werden.

Mönchengladbach - Zlatko Junuzovic hatte einen richtig dicken Hals. „Es ist immer wieder die gleiche Leier, so macht es keinen Spaß“, schimpfte der Österreicher nach Werders 1:4-Klatsche in Mönchengladbach: „Das Schönreden geht mir langsam auf den Sack. Wenn wir nicht etwas ändern, wird es düster. Respekt an unsere Fans, ich hätte heute nach dem Spiel sicher nicht geklatscht.“

Auch Raphael Wolf war sauer. „Wir haben es wieder nicht geschafft, auswärts zu punkten“, ärgerte sich der Keeper und attackierte seine Vorderleute: „Der Gegner tut uns jedes Mal weh. Wir müssen in die Zweikämpfe richtig reingehen. Der Gegner muss Angst haben. Wir müssen uns wehren – es wird Zeit.“

Werder hat nur noch eine Chance, Weihnachten zu retten: am Samstag im Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Doch wie soll das in dieser Verfassung gelingen? Sportchef Thomas Eichin versuchte, die Stimmung nicht ins Bodenlose sinken zu lassen. „Es war kein schlechtes Auswärtsspiel von uns“, behauptete der Ex-Profi: „Wir waren dem 2:2 näher als dem 1:3, aber wenn du unten stehst, passiert dir eben so etwas. Uns fehlte der letzte Punch.“ Von Schönreden, wie es Junuzovic angeprangert hatte, wollte Eichin nichts hören: „Das machen wir nicht.“ Quasi als Beweis könnte die Bewertung von Caldirolas Ampelkarte herhalten. Eichin: „Luca geht zwei Mal zu aggressiv hin, das geht einfach nicht.“

Philipp Bargfrede knöpfte sich derweil Ibrahima Traore vor, den er elfmeterreif gefoult und somit das 0:1 eingeleitet hatte: „Ich hatte das Gefühl, dass er schon vorher abhebt.“

Viktor Skripnik hielt sich mit diesen Einzelheiten gar nicht erst auf. Seit knapp acht Wochen ist der 45-Jährige Nachfolger von Robin Dutt – und gestern stellte er fest: „Wir haben als Trainerteam nicht so viel Erfahrung gehabt in der Bundesliga, aber jetzt wissen wir, wo es lang geht.“

kni/mr

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