Bei Werder Bremens 4:0-Sieg gegen Aue

Junger Coach setzt auf Erfahrung: Ole Werner startet bei Werder Bremen mit Altersrekord

Ole Werner hat gut Lachen: Der neue Trainer des SV Werder Bremen setzte bei seinem Debüt gegen Erzgebirge Aue auf Erfahrung und gewann am Ende deutlich mit 4:0.
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Ole Werner hat gut Lachen: Der neue Trainer des SV Werder Bremen setzte bei seinem Debüt gegen Erzgebirge Aue auf Erfahrung und gewann am Ende deutlich mit 4:0.

Bremen – Es ist nicht so, dass Ole Werner kein Auge für die Jugend hätte. Am Samstag hatte er sogar gleich zwei. An der Seite von Geschäftsführer Frank Baumann sah sich der neue Trainer des SV Werder Bremen im Stadion „Platz 11“ das Regionalliga-Spiel der U23 gegen den SSV Jeddeloh II an und verschaffte sich beim Bremer 4:2-Sieg einen ersten Überblick, welche Nachwuchsspieler in der Zukunft ein Thema für das Profi-Team werden könnten. Bei seinem Debüt als Werder-Chefcoach hatte Werner, mit 33 Jahren selbst eigentlich noch im Spieleralter, aber stark auf Erfahrung gesetzt.

Seine Startelf gegen Erzgebirge Aue war mit einem Durchschnittsalter von 27,6 Jahren die älteste Formation des SV Werder Bremen in der laufenden Saison. So entschied sich Werner im defensiven Mittelfeld für Christian Groß (32) statt für den elf Jahre jüngeren Ilia Gruev, den Stammspieler der vorangegangenen acht Partien. Doch das sei „keine Richtungsentscheidung“ betonte Ole Werner.

Wobei: So ganz dürfte das nicht stimmen. Denn Werner hat auch betont, auf eine „starke Achse“ mit Spielern, „die vorangehen“, zu bauen. Die hat er dann auch aufgeboten und damit den Altersrekord geschaffen. Der ist allerdings keineswegs aus dem Nichts gekommen, sondern nur die Fortsetzung eines Trends, der schon unter Trainer Markus Anfang begonnen hatte. Seit Werder Bremen am neunten Spieltag beim 3:0 gegen den 1. FC Heidenheim mit 23,8 Jahren die jüngste Elf der gesamten Zweitliga-Spielzeit aufgeboten hatte, geht es mit dem grün-weißen Altersschnitt stetig bergauf. 24,0 – 24,3 – 25,2 – 25,8 – 27.0 – 27,0 jetzt 27,6, so die Zahlen für die Partien nach Heidenheim. Jugendwahn war einmal bei Werder, möchte man meinen.

27,6 Jahre: Werder Bremen schlägt Erzgebirge Aue mit ältester Startelf der Saison!

Natürlich hat die steigende Kurve vor allem damit zu tun, dass bei Werder Bremen über Wochen viele ältere Spieler mit der mutmaßlich höheren Qualität fehlten, dann aber nach und nach zurückgekehrt sind. Nun stehen alle zur Verfügung und spielen auch. Ole Werner: „Trotzdem haben die jungen Spieler es im Training auch gut gemacht.“ Und die Erfahrung allein sei bei ihm sowieso keine Einsatzgarantie: „Ich schaue mir vor jedem Spiel an, wer sich wie im Training präsentiert und wer zum Gegner passt.“

Vorurteile hat er dabei nicht, kann er auch nicht haben. Denn bis auf Marvin Ducksch, den er als Nachwuchstrainer bei Holstein Kiel beobachten konnte, gibt es zwischen Werner und den Bremer Spielern keine Vorgeschichten. Werder Bremen ist für ihn absolut neu. Die Eingewöhnung gehe aber schnell, nach seiner Premiere am Freitagabend sagte der Coach: „Es fühlt sich nicht fremd an, die Werder-Raute zu tragen. Die erste Woche hier in Bremen hat es meinem Co-Trainer Patrick Kohlmann und mir überhaupt nicht schwer gemacht, uns mit Werder zu identifizieren. Ganz im Gegenteil.“ Und die U23 hat er jetzt auch schon kennengelernt. (csa) Lest auch: Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug sind bei Werder Bremen zur Einheit verschmolzen! Und: Niclas Füllkrugs kroatisches Erfolgsgeheimnis!

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