Werder will von einem Stimmungskiller nichts wissen

„Jetzt nicht alles schlecht reden“

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Fin Bartels wirbt für Verständnis, dass auch gegen einen Drittligisten nicht alles von alleine geht.

Bremen - Werder hatte sich gerade mit dem 2:0 nach Verlängerung in Würzburg in die zweite Runde des DFB-Pokals gekämpft, doch eine Fan-Gruppe wollte sich darüber so gar nicht freuen. „Knappe drei Monate Vorfreude gerinnen in 120 Minuten zu Ernüchterung. Werder, das war nicht wirklich schön heute (und recht glücklich dazu)“, verbreitete „Vert et Blanc“ via Twitter. Ein Weiterkommen als Stimmungskiller nach einer fast perfekten Vorbereitung mit neun Siegen in elf Spielen?

„Man sollte jetzt nicht alles schlecht reden“, fordert zum Beispiel Fin Bartels. Auch der Ersatzstürmer hatte kein gutes Werder-Spiel gesehen, aber eines unter sehr schwierigen Bedingungen: große Hitze, schlechter Platz, unangenehmer Gegner. Die Würzburger Kickers hatten als Drittligist nicht nur zwei Ligaspiele Vorsprung, sondern waren auch von Trainer Bernd Hollerbach perfekt vorbereitet gewesen – körperlich wie taktisch.

„Das sind alles Profis, die sich auch 24 Stunden nur mit Fußball beschäftigen“, hebt Werder-Sportchef Thomas Eichin hervor und lobt: „Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt. Nur darum ging es heute.“ Dass Würzburg zu Unrecht das 1:0 (78.) aberkannt wurde und Werder-Keeper Felix Wiedwald trotz eines Handspiels in höchster Not außerhalb des Strafraums nicht vom Platz geflogen war (88.) – Eichin interessierte es nicht. Er betonte lieber, wie „verdammt jung“ die Mannschaft mit den Startelf-Debütanten Maximilian Eggestein (18), Ulisses Garcia (19) und Florian Grillitsch (20) war: „Viktor Skripnik soll junge Spieler einbinden, und er hat den Mut dazu, das auch in solch wichtigen Spielen zu tun.“

Allerdings hatte der Coach auch kaum eine andere Wahl. Erfahrene Alternativen wie Clemens Fritz (gesperrt), Felix Kroos (krank) oder Cedrick Makiadi (Zerrung gerade erst auskuriert) standen nicht zur Verfügung. Der Ausfall von Leistungsträgern könnte durchaus zum Problem werden. Gegen Schalke nicht, dann kehrt Kapitän Fritz ins Team zurück. Und Bartels ist sich ohnehin sicher: „Das wird ein ganz anderes Spiel, ich denke sogar leichter für uns.“ Gegen Schalke? Natürlich unterschätzt Bartels die Knappen nicht, er rechnet nur mit einem offensiveren Gegner und dadurch mit mehr Raum in der Offensive.

Bartels als Stürmer ein Chancentod

Der Pokal ist bei Werder jedenfalls abgehakt, na ja fast abgehakt. Am Freitagabend gibt es die Auslosung – und Eichin wünscht sich „keinen Drittligisten, lieber ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten“. Soll ja einfacher sein…

kni

Werder Bremen im DFB-Pokal in Würzburg

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