29-Jähriger überzeugt gegen Hoffenheim

Gondorf - erst enttäuscht, dann mit Eigenwerbung

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Mit Jerome Gondorf kam in der zweiten Hälfte Schwung ins Spiel von Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.

Bremen - Ein starker Auftritt im letzten Spiel des Vorjahres, dazu in Thomas Delaney der direkte Konkurrent innerhalb der Mannschaft verletzt - eigentlich standen die Chancen für Jerome Gondorf am Samstag mehr als gut, beim Rückrunden-Auftakt gegen 1899 Hoffenheim in Werders Startelf zu stehen. Eigentlich. Trainer Florian Kohfeldt entschied sich anders.

Im Bremer Mittelfeld begannen Philipp Bargfrede, Zlatko Junuzovic sowie Maximilian Eggestein - und Gondorf, der erst in der 57. Minute für den angeschlagenen Ishak Belfodil eingewechselt wurde, machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass er von seiner Nicht-Berücksichtigung überrascht war. „Natürlich rechnet man damit, dass man die Chance bekommt, wenn mit Thomas der direkte Konkurrent ausfällt“, sagte der 29-Jährige, bezeichnete die Entscheidung Kohfeldts aber als „völlig legitim“.

Gondorf am 1:1 entscheidend beteiligt

Festzuhalten ist: Mit Gondorf kam Schwung ins Werder-Spiel. Der Ex-Darmstädter, der im Sommer nach Bremen gewechselt ist, knüpfte an seine gute Leistung aus dem Pokalspiel gegen Freiburg an. So war Gondorf entscheidend am Treffer zum 1:1 beteiligt, indem er den Ball per Kopf in Richtung Torschütze Theodor Gebre Selassie verlängerte.

In der Folge boten sich dem gebürtigen Karlsruher selbst gute Möglichkeiten - allen voran sein Volleyschuss, den Benjamin Hübner auf der Linie blockte (72.). „Schade. Ich glaube, sonst wäre er reingegangen“, sagte Gondorf, der auch in der Defensive eine starke Szene hatte, als er sich in der 77. Minute beherzt in einen Schuss von Eugen Polanski warf.

Anspruch auf Startelf-Einsätze steigt

Gondorf wusste nach dem Spiel natürlich auch, dass er ordentlich Werbung in eigener Sache betrieben hatte - und sprach das auch deutlich an: „Ich glaube, dass ich wieder zeigen konnte, dass ich der Mannschaft Leben einhauchen kann. Das hat auch das Trainerteam gesehen.“ Dennoch dürfte Gondorf vorläufig in der Rolle des Ersatzmannes bleiben - gerade, wenn Delaney wie angekündigt gegen Bayern München wieder spielen kann.

„Ich habe mir vorgenommen, vor den Spielen die Erwartungshaltung ein bisschen runterzuschrauben“, berichtete Gondorf. Leicht dürfte ihm das aber nicht fallen, denn klar ist auch: Nach Leistungen wie gegen Freiburg und nun auch gegen Hoffenheim dürfte der Anspruch des 29-Jährigen auf Startelf-Einsätze weiter steigen.

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Quelle: DeichStube

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