Spezialeinheit mit nur einem Handschuh

Verrückt: Drobny trainiert mit Gips

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Jaroslav Drobny

Bremen - Er kann es einfach nicht lassen: Jaroslav Drobny trainierte mit eingegipster Hand – und das als Torwart. Dabei musste er nicht nur Bälle abwehren, sondern zudem freche Sprüche seiner Teamkollegen. Aber auch die parierte der Tscheche bestens.

Schon eine halbe Stunde vor offiziellem Trainingsbeginn stand Drobny auf dem Platz. Einen Tag, nachdem ihm ein Gips an seiner linken Hand verpasst worden war. Ein Bruch der Elle im Handgelenksbereich und ein kleiner Bruch im Handwurzelbereich – zugezogen vor einer Woche im Training mit der tschechischen Nationalmannschaft – sollen so ausheilen. Doch von zu viel Ruhe hält der 36-Jährige offenbar nichts.

An der gesunden Hand trug Drobny einen Handschuh. Torwarttrainer Christian Vander spielte ihm den Ball zu, den er annehmen musste und dann mit der gesunden Hand für einen langen Abschlag weiterverarbeiten sollte. Das sah noch harmlos aus. Doch Drobny wollte es wissen, ließ sich auch ein paar Bälle aufs Tor schießen, tauchte ab und hielt sie mit seiner gesunden Hand fest. Eigentlich unglaublich – und ganz schön riskant dazu.

Werder-Training am Dienstag

Als Kapitän Clemens Fritz zum Platz kam, fragte er Drobny frech, ob er ihm nicht noch einen Handschuh holen sollte. Der Keeper antwortete mit zwei harten Schüssen in Richtung des Mitspielers – und einem fetten Grinsen. Es macht eben doch mehr Spaß auf dem Platz zu stehen, als tatenlos auf dem Sofa zu sitzen.

Außerdem will Drobny in seiner Zwangspause keine Fitness einbüßen. In drei Wochen möchte er schon wieder im Tor stehen, obwohl die Ärzte eine Ausfallzeit von fünf Wochen prognostiziert haben. Aber Drobny gehört eben zur Gattung der Torhüter. Die ticken ganz anders – und gehen auch mal mit einem Gips zur Arbeit.
kni

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