Noch kein Anruf von Tschechiens Nationalcoach

Nur Jarolim macht Gebre Selassie nervös

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Theodor Gebre Selassie weiß nicht so recht, wie es für ihn in der tschechischen Nationalmannschaft weitergeht.

Herzlake - Er soll nicht einfach nur eine Ergänzung sein, sondern die Qualität im Werder-Kader weiter heben: Der neue Rechtsverteidiger, den Sportchef Frank Baumann gerade sucht und möglichst spätestens in der kommenden Woche präsentieren möchte.

„Wenn wir jemanden holen, dann wollen wir uns auch verstärken“, betonte Baumann: „Natürlich kann das jemand sein, der sofort den Konkurrenzkampf mit Theo aufnimmt. Das heißt aber nicht, dass wir mit Theo unzufrieden sind. Der angesprochene Theo ist Theodor Gebre Selassie – bislang in Bremen quasi ohne echte Konkurrenz auf seiner Abwehrseite. Kapitän Clemens Fritz (früher Rechtsverteidiger) wird längst als Mittelfeldmann gesehen, Marnon Busch wurde an 1860 München verliehen – und Luca Zander an die U23 abgegeben. „Er ist nach wie vor bei uns auf dem Radar“, sagte Baumann. Angesichts der lange Verletzungsgeschichte will Werder den Weyher aber behutsam aufbauen und körperlich für Bundesliga-Anforderungen stählen.

Baumann: „Es ist wichtig, dass Luca über einen längeren Zeitraum seinen Rhythmus findet, Spielpraxis bekommt und nicht gleich wieder zurückgeworfen wird.“ Als Gebre Selassie im Test gegen Chelsea (2:4) fehlte, übernahm Linksfuß Leon Guwara dessen Position. „Er hat das ganz gut gemacht“, urteilte Gebre Selassie: „Gegen einen Star wie Eden Hazard ist es natürlich nie einfach. Aber gegen den hätte ich auch gerne gespielt.“ Konnte er aber nicht. In der vergangenen Woche hatte er im Training auf den Ball getreten und war umgeknickt („So etwas ist mir noch nie passiert“).

Seither hat er Beschwerden am Sprunggelenk, konnte bisher auch in Herzlake nur individuell arbeiten. Doch heute will der 29-Jährige trotz noch leichter Beschwerden ins Mannschaftstraining zurückkehren und dann am Samstag bei der Pflichtspiel-Generalprobe gegen Ingolstadt wieder auf dem Platz stehen. Dass er in Bremen bald Konkurrenz bekommt, macht Gebre Selassie nicht nervös. Schon eher, dass er bislang noch nichts vom neuen tschechischen Nationaltrainer Karel Jarolim gehört hat. Und das, obwohl bereits Ende August das nächste Länderspiel ansteht. „Ich hoffe, dass ich dabei bin“, sagte der Rechtsverteidiger, der seine Rücktrittsgedanken – zumindest momentan – verworfen hat: „Wir wollen uns für die WM qualifizieren, da war ich noch nie dabei. Das ist meine neue Motivation.“
mr

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