Neue Geldquelle für Werder?

Sportchef Baumann schließt kurzfristigen Investor-Einstieg beim SV Werder Bremen aus

Sportchef Frank Baumann glaubt nicht an einen zeitnahen Investoren-Einstieg beim SV Werder Bremen.
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Sportchef Frank Baumann glaubt nicht an einen zeitnahen Investoren-Einstieg beim SV Werder Bremen.

Bremen – Da ist es wieder – das Thema Investor beim SV Werder Bremen. Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, hat gegenüber der „FAZ“ erklärt: „Ich habe nichts gegen Investorengeld, aber es muss strategisch und nachhaltig sein.“ Gepaart mit seinem Hinweis, dass viel Investorengeld aus den USA auf den Markt ströme und er auch schon Gespräche mit Investoren geführt habe, sorgte das für den Verdacht: Steigt bei Werder bald ein Investor ein? „Kurzfristig nicht“, betonte nun Frank Baumann, Filbrys Geschäftsführer-Kollege, und zog dem Thema gleich wieder den Stecker: „Da steht nichts auf der Tagesordnung.“

Die Lage bleibt damit unverändert. Schon vor Jahren hatten Klaus Filbry und Co. erklärt, dass Werder Bremen durchaus bereit sei für den Einstieg eines Investors oder besser gesagt eines strategischen Partners. „Wichtig ist, dass die Investoren ein nachhaltiges Interesse haben, den Verein zu entwickeln, ohne die Identität zu vernachlässigen“, beschrieb Filbry nun einmal mehr die besonderen Anforderungen an so einen Partner. Bislang war es auch deshalb nie zu einem Abschluss gekommen.

Investor für Werder Bremen: Möchte Klaus Filbry eine Abschaffung der 50+1-Regel erreichen?

Problematisch ist zudem die in Deutschland geltende 50+1-Regel, die besagt, dass Vereine die Mehrheit des Stimmrechts in den ausgegliederten Profi-Abteilungen behalten müssen. Wer viel Geld in einen Verein steckt, der will aber meistens nicht nur mitbestimmen, sondern auch gerne ganz das Sagen haben. So ist es längst bei Vereinen wie Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg, 1899 Hoffenheim, RB Leipzig oder Hertha BSC. Dadurch sei die 50+1-Regel „heute schon faktisch ausgehebelt ist“, meinte Filbry. Über diese Ausnahmen sei zu sprechen. Ob er dabei auch eine Abschaffung der 50+1-Regel erreichen möchte, ließ der Boss des SV Werder Bremen jedoch offen. (dpa/kni) 

Weiter zur Erstmeldung:

Investoren bei Werder Bremen? Klaus Filbry ist offen und will über 50+1-Regel sprechen

Bremen - Kommt nach der Anleihe der große Investor beim SV Werder Bremen? Werder-Boss Klaus Filbry zeigt sich auch angesichts der schwierigen finanziellen Situation wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie offen für Investoren. „Ich habe nichts gegen Investorengeld, aber es muss strategisch und nachhaltig sein“, sagte Filbry der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Wichtig ist, dass die Investoren ein nachhaltiges Interesse haben, den Verein zu entwickeln, ohne die Identität zu vernachlässigen“.

Der 54-Jährige berichtete zudem: „Es gibt viel Investorengeld aus Amerika, das in den Markt strömt.“ Er gab auch zu, selbst schon Gespräche mit Investoren geführt zu haben. Aus Gründen der Vertraulichkeit wollte der Vorstandsvorsitzende des SV Werder Bremen aber nicht weiter ins Detail gehen. Noch verhindert in Deutschland die sogenannte 50+1-Regel den Einstieg von großen Investoren. Die Regel besagt, dass Vereine die Mehrheit des Stimmrechts behalten müssen.

Werder Bremen-Boss Klaus Filbry über Investoren: „Sie wollen das Sagen haben“

Investoren wollten aber das Sagen haben, betonte Klaus Filbry. „Man muss schauen, ob sie bereit wären, sich als Minderheitseigner einzubringen.“ Allerdings müsse man auch deutlich ansprechen, dass die 50+1-Regel „heute schon faktisch ausgehebelt ist“, meinte Filbry mit Verweis auf Clubs wie Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg, 1899 Hoffenheim, RB Leipzig oder Hertha BSC.

Zunächst setzt der von der Corona-Krise besonders gebeutelte SV Werder Bremen aber auf eine Mittelstandsanleihe, die zusammen mit dem Bankhaus Lampe platziert wurde. Mit dem Verlauf der ersten Phase, in der institutionelle Investoren angesprochen wurden, zeigte sich Filbry sehr zufrieden. „Dabei ist ein zweistelliger Millionenbetrag zusammengekommen“, sagte Filbry. Die Verzinsung der Anleihe beträgt mindestens sechs Prozent. In einem zweiten Schritt sollen nun auch Privatanleger die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen. (dpa)

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