Wenn nicht dort, wo dann?

Werder-Jubel im Freiburg-Trikot: Gegen diesen Gegner gehen Marko Arnautovic (Bild) und Co. fast immer als Sieger vom Platz.

BREMEN - von Björn Knips. Die Zahlen sind so schön: Zwölfmal trat Werder in Freiburg an, achtmal gewannen die Bremer, so oft wie kein anderer Bundesligist. Zuletzt gab‘s sogar vier Siege in Folge im Breisgau. Und jetzt zieren die Freiburger auch noch das Tabellenende. Deshalb lautet heute ab 15.30 Uhr das Motto im Werder-Jahr der großen Auswärtsschwäche: Wenn nicht dort, wo dann?

Ein Dreier muss her, um in der Euro-Zone nicht nur vor Kälte zu zittern. Werders Platz fünf ging gestern schon an Leverkusen (2:2 gegen Stuttgart) verloren, und Hannover (1:0-Sieg in Berlin) rückte bis auf einen Zähler heran.

„Wir müssen dort gewinnen“, lautet die klare Forderung von Kapitän Clemens Fritz. Auch Clubchef Klaus Allofs hat nur drei Punkte im Sinn, warnt aber zugleich: „Die Statistiken werden uns heute nicht helfen. Wir müssen gut spielen.“ Aber das könnte speziell in der Abwehr schwierig werden. Denn möglicherweise muss Trainer Thomas Schaaf die Viererkette schon wieder umbauen. Nach seinem Trainingsunfall am Freitag fehlte Innenverteidiger Sokratis gestern bei der abschließenden Einheit vor der Reise nach Freiburg. Aus seinem „nichts Wildes nur ein Kratzer“ vom Vortag machte Schaaf gestern eine „Prellung am Schienbein, er fliegt mit, wir müssen abwarten“. Nun ist also die medizinische Abteilung gefordert, um Sokratis noch rechtzeitig fit zu bekommen. Als Ersatz steht Mikael Silvestre bereit. Eine absolute Notlösung, denn das Vertrauen in den lange verletzten Franzosen ist sehr begrenzt. So hatte Schaaf gegen Leverkusen lieber den gerade erst verpflichteten jungen Schweizer Francois Affolter aufgeboten als den erfahrenen Silvestre. Auch auf der Außenbahn ist im Moment jung Trumpf. Florian Hartherz spielte gestern erneut in der A-Elf und erhielt den Vorzug vor Lukas Schmitz, der nach seiner Gelbsperre wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen muss. Dort wird auch erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit Sebastian Boenisch sitzen. Der Außenverteidiger, der im September 2010 einen Knorpelschaden erlitten hatte, trainierte gestern nur mit der U 23, wurde dann aber doch noch von Schaaf auf den Werder-Flieger nach Basel (liegt nur 60 Kilometer entfernt von Freiburg) gebucht.

Sokratis bleibt beim Training liegen

Die Landung in der Schweiz passt bestens zu den internationalen Zielen der Bremer – und macht jedem Spieler vielleicht noch ‘mal die Bedeutung dieser Partie klar. Die Gefahr, ein Schlusslicht zu unterschätzen, ist leider immer gegeben. Zumal viele Fußball-Experten Freiburg nach dem Winterverkauf von Torjäger Papiss Demba Cisse an Newcastle United längst als ersten Absteiger ausgemacht haben. Doch Schaaf sieht das ganz anders: „Freiburg besteht nicht nur aus Cisse. Ich habe Respekt vor dieser Mannschaft, wir müssen wachsam sein.“

20.8. 2011 - Werder besiegt Freiburg 5:3

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Auswärts sowieso, denn diese Zahlen sind gar nicht schön: Werder holte aus den letzten vier Spielen in der Fremde nur einen Punkt, kassierte dabei 14 Gegentore und erzielte lediglich einen Treffer. Der letzte Sieg datiert vom 29. Oktober (3:1 in Mainz). Es wird also Zeit für die Auswärtswende.

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