Township-Besuch in Johannesburg

In einer anderen Welt

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Die Werder-Profis erlebten auf ihrer Reise durch die Townships in Johannesburg ergreifende Momente.

Johannesburg – Irgendwie kommt er dann doch ganz plötzlich, dieser Sprung in eine andere Welt. Daran ändert auch die beste Vorbereitung nichts. Eben noch auf der gut ausgebauten Schnellstraße, vierspurig, die Häuser links und rechts hinter hohen Mauern. Dann nur einmal abgebogen, und das Bild verändert sich. Schlagartig. Beeindruckend. Bedrückend. Windschiefe Hütten. Viel Wellblech. Viel Backstein.

Männer, die vor den Behausungen auf offenem Feuer grillen, die Fernseher reparieren, die freundlich winken. Frauen, die Ziegen über den schmalen Gehweg führen, die in Verschlägen sitzen. Und Kinder. Viele von ihnen winken dem großen Bus zu, der sich ob des dichten Gedrängels nur langsam auf der staubigen Sandstraße vorwärtsbewegen kann. Während des Trainingslagers in Südafrika hat Werder Bremen am Dienstagnachmittag den nördlichen Johannesburger Stadtteil Diepsloot besucht, um sich dort ein soziales Fußballprojekt anzusehen. Willkommen in der Township.

Fotostrecke: Werders Township-Tour in Johannesburg

Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz
Werders Township-Tour in Johannesburg.
Werders Township-Tour in Johannesburg. © Gumz

Busfahrt durch Johannesburger Stadtteil Diepsloot

Ein paar Fakten vorab, einfach nur, um Werders besonderen Ausflug besser einordnen zu können. Diepsloot, das 1995 zunächst nur als Durchgangslager für Menschen aus anderen Armenvierteln gegründet worden war, hat heute rund 200 000 Einwohner. Ihr Leben ist geprägt von extremer Armut, von Gewalt, Kriminalität und Perspektivlosigkeit. Claudio Pizarro, Max Kruse und ihre Mitspieler konnten sich davon während der rund 20-minütigen Fahrt durch Diepsloot einen ersten, aber doch tiefgehenden Eindruck machen. Mit entsprechend nachdenklichen Mienen stiegen die Werder-Profis gegen 15.15 Uhr Ortszeit aus dem Bus. Sie hatten ihr Ziel erreicht.

Ein Kunstrasenplatz, vier Flutlichtmasten drumherum, die Torpfosten strahlend weiß. Dazu zwei Container, vereinzelte Sonnenschirme und einige mobile Toiletten – das ist das „Amandla Safe Hub“, ein Ort, an dem der Werder-Tross bei strahlendem Sonnenschein von 150 Kindern und Jugendlichen empfangen wurde. Sie alle im Alter zwischen acht und 14 Jahren, und sie alle mit großer Lust auf Fußball. „Es ist toll zu sehen, wie gut die Kinder drauf sind“, freute sich Ludwig Augustinsson, „ihr Leben hier ist wirklich nicht gut, da wollen wir wenigstens ein bisschen helfen.“

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Begrüßungsrituale und große Freude beim gemeinsamen Kicken

Als er das sagte, hatte der Linksverteidiger gerade das Begrüßungsritual samt lokalem Tanz hinter sich gebracht. Seine Augen strahlten danach sogar durch die Sonnenbrille. In den folgenden 60 Minuten trainierten die Bremer Stars, die in Diepsloot größtenteils namenlos blieben, mit den Kindern. Sie zeigten ihnen Tricks. Sie hörten sich kurze Geschichten an. Sie lachten. All das vor den zufriedenen Blicken von „Safe Hub“-Gründer und Geschäftsführer Florian Zech.

2006 war der Oberbayer für seinen Auslandszivildienst nach Kapstadt gekommen, er lebte ein Jahr lang in Khayelitsha, eine der größten Townships Südafrikas – und beschloss, im Land zu bleiben. Mit einigen Männern aus Khayelitsha entwickelte er die Idee für die „Amandla Safe Hubs“, von denen es heute drei Stück in Südafrika gibt. Sieben befinden sich noch im Bau, bis 2024 sollen es 30 sein. 

Die Werder-Profis bei der Durchreise zum Safe-Hub in Johannesburg.

Die Idee hinter dem Projekt erklärt Zech so: „Wir wollen den jungen Menschen in den Townships Chancen bieten. Fußball ist in allererster Linie das Werkzeug dazu, sie anzuziehen und zusammenzubringen. Die Energie des Teamsports, in dem man durch das Zusammenspielen viele Lebensweisheiten lernen kann, ist sehr groß.“ 

Und in der Tat: Dass Fußball verbindet, war während Werders Besuch im „Safe-Hub“ bestens zu beobachten. Schon nach kurzer Zeit lag eine besondere Stimmung über dem Platz, gelöst, zugewandt, herzlich – Profis und die Kinder von Diepsloot schienen in gleichem Maße von ihrer Begegnung zu profitieren.

Hier geht es zu unserem Werder-Trainingslager-Ticker!

Sahins Appell: „Wenn alle mit anpacken, können wir helfen“

„Dieser Besuch öffnet die Augen. Jeder Einzelne von uns ist jetzt noch dankbarer für das, was wir haben“, sagte Nuri Sahin, der im vergangenen Jahr bereits die Stiftung seines ehemaligen Dortmunder Mitspielers Neven Subotic besucht hatte, die sich in Äthiopien um sauberes Trinkwasser kümmert. „Wenn alle mit anpacken, dann können wir den Menschen helfen, die Hilfe brauchen“, betonte Sahin. Dann musste er los. Auf dem großen Abschiedsfoto wollte er nicht fehlen.

Unzählige Menschen sind es, die sich auf dem Bild dicht an dicht zusammengestellt haben. Sie lächeln. An Armut, Gewalt, Kriminalität und Perspektivlosigkeit dürfte keiner gedacht haben, als die Kameras klickten. Mitten in Diepsloot, auf einem Kunstrasenplatz, war die Welt plötzlich vollkommen in Ordnung. Für einen kurzen Moment nur. Aber immerhin.

Fotostrecke: Werder im „Amandla Safe Hub“

Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
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Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“.
Werder im Johannesburger „AMANDLA Safe Hub“. © Gumz

Quelle: DeichStube

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