Eichins Forderung an Wolf

Die Hoffnung auf Konstanz und Ruhe im Tor

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Raphael Wolf

Bremen - Der Nächste, bitte! Jetzt darf sich Felix Wiedwald als Torwart bei Werder versuchen. „Ich freue mich, dass er wieder zu uns kommt“, sagte Trainer Viktor Skripnik. „Felix ist mit Herz und Leidenschaft dabei. Er hat Ausstrahlung, Selbstvertrauen und eine Bremer Vergangenheit – und passt wunderbar zu uns“, ergänzte Sportchef Thomas Eichin.

Wiedwald wird von Eintracht Frankfurt zurückgeholt, um endlich Ruhe und Konstanz zwischen die Werder-Pfosten zu bringen – beides gab es in den vergangenen Jahren seit dem Abschied von Tim Wiese (33) nicht mehr. Der ehemalige Nationalkeeper und jetzige Bodybuilder (von 2005 bis 2012 in Bremen) war jahrelang die klare Nummer eins bei Werder. Ein echter Typ, der gerne mal polarisierte – der seinen Status aber durch starke Leistungen stets untermauerte. Gut, auch Wiese kassierte in seinen letzten beiden Werder-Jahren reichlich Gegentore (61 und dan 58), trotzdem stand er längst nicht so in der Diskussion wie seine Nachfolger Sebastian Mielitz (25) und Raphael Wolf. Die Vorwürfe, die sich beide immer wieder anhören mussten: zu viele Fehler, zu wenig Großtaten, zu wenig Ausstrahlung. Mielitz durfte eine Saison durchspielen (66 Gegentore), in seiner zweiten verlor er den Stammplatz an Wolf (wieder 66 Gegentore). 2014 wechselte „Miele“ zum SC Freiburg, war dort nur Ersatzmann von Roman Bürki und stieg gerade in die Zweite Liga ab. Wolf wiederum patzte in der gerade beendeten Spielzeit (65 Gegentore) zu häufig und wurde in der Rückrunde durch Koen Casteels ersetzt. Der im Winter ausgeliehene Belgier überzeugte zwar, ist aber nach nur einem halben Jahr wieder weg und spielt künftig für den VfL Wolfsburg.

Als neuer Mann, der in seinen zehn Saisonspielen für Frankfurt richtig starke Leistungen zeigte und den Werder unbedingt wollte, hat Wiedwald nun erst mal die Nase vorn – auch wenn das öffentlich keiner bestätigen mag. Offiziell spricht Werder von einem Zweikampf zwischen ihm und Wolf. „Eine offene Situation, der Beste setzt sich am Ende durch“, sagt Eichin.

Der 48-Jährige macht allerdings auch deutlich, was er künftig von Wolf erwartet: „Wenn es mal nicht so läuft, muss man aufstehen und kämpfen. Das verlange ich von ihm.“

mr

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