Werders U23 gewinnt 2:1 beim VfR Aalen

Achterbahnfahrt zum Klassenerhalt!

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Marcel Hilßner trifft doppelt (Archivbild)

Aalen - In einem absolut irren Saisonfinale hat Werder Bremens U 23 den Klassenerhalt in Liga drei perfekt gemacht. Zwei Tore von Marcel Hilßner (32./34.) bescherten den Bremern den 2:1-Sieg beim VfR Aalen, der letztlich zum Sprung auf Platz 17 und damit zur Rettung reichte.

Allerdings nur denkbar knapp. Die Stuttgarter Kickers, die im eigenen Stadion 0:1 gegen den Chemnitzer FC verloren, sind zwar punktgleich und haben mit -14 auch das gleiche Torverhältnis wie Werder. Doch die Bremer haben vier Tore mehr geschossen – das gab den Ausschlag. „Ich bin stolz auf die Spieler. Wir haben im Vorfeld gesagt, dass wir nur was zu gewinnen haben. Wir haben mit viel Herz und viel Leidenschaft alles auf den Platz gebracht, was ging. Das ist ein toller Erfolg und der Lohn für eine starke Saison, die nicht einfach war“, sagte Werder-Trainer Alexander Nouri.

Aber was war das für eine verrückte Schlussviertelstunde auf den Plätzen. Als 75 Minuten des letzten Spieltags absolviert waren, schien Werder gerettet. Das eigene 2:1, das 1:1 zwischen Energie Cottbus und Mainz 05 II sowie das 1:0 des Tabellennachbarn Wehen Wiesbaden gegen Absteiger VfB Stuttgart II – es reichte zum Klassenerhalt. dachte man. Doch dann drehte sich alles. Cottbus ging in Führung, Werder rutschte in der Blitztabelle auf einen Abstiegsplatz (78.). Rettung? Nicht in Sicht. Denn andere mussten liefern, Werder hatte keinen Einfluss mehr. Dann geschah das Unfassbare. Chemnitz traf gegen die Stuttgarter Kickers (87.), Mainz II drehte mit einem Doppelschlag (89./90.+1) die Partie in Cottbus. Werder schaukelte indes das 2:1 nach Hause und durfte feiern. „In der 87. Minute waren wir abgestiegen.

Dadurch, dass noch drei Tore passieren, halten wir die Klasse. Wenn du dir vorstellst, dass da eine ganze Saison dranhängt, das ist einfach brutal“, meinte Werder-Keeper Tobias Duffner. Co-Trainer Florian Bruns war nach der Achterbahnfahrt der Gefühle ebenfalls schwer mitgenommen: „Es ist ein sensationelles Gefühl für alle. Wir sind mit den Emotionen hin- und hergeschwankt. Mal waren wir abgestiegen, mal waren wir es nicht. Viele hatten Tränen in den Augen aufgrund der riesigen Freude, weil man am Ende nicht mehr damit gerechnet hat.“ Absteigen müssen hingegen neben dem VfB Stuttgart II auch die Stuttgarter Kickers und Energie Cottbus – auch deshalb, weil Wehen Wiesbaden in der Schlussminute mit dem Treffer zum 3:1 gegen den VfB Stuttgart II noch um einen Treffer an den Kickers vorbeizog. Enger kann ein Abstiegsfinale kaum sein.
csa

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