Gute Nerven, nicht so gutes Kombinationsspiel

Herzog sieht Licht und Schatten bei Johannsson

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Andreas Herzog (Archivbild)

Bremen - Ein Kommentar zur Situation bei Werder Bremen? „Na, besser net“, sagt Andreas Herzog im für ihn typischen Wiener Dialekt. Als Co-Trainer der US-Nationalmannschaft und als Freund von Werder-Coach Viktor Skripnik mag er im Moment nichts sagen über das, was er am Sonntag bei der Bremer 1:2-Niederlage im Weserstadion zu sehen bekommen hatte.

Herzog war live vor Ort, als sein ehemaliger Verein einen weiteren Schritt hinein in die Krise machte. Einer hatte dabei allerdings sogar ein Erfolgserlebnis, und wegen eben diesem Einen war Herzog überhaupt gekommen. Er wollte sehen, wie weit Aron Johannsson (25) nach seiner langen Verletzungspause schon wieder ist. Und ob der Stürmer schon wieder für die Testspiele der US-Auswahl Anfang Oktober in Kuba und in Washington gegen Neuseeland (mit Herzog-Spezl Wynton Rufer als begleitendem Funktionär) ein Thema sein kann.

Herzogs Erkenntnis nach Johannssons 69-Minuten-Auftritt gegen Augsburg: „Aron ist wieder auf dem Weg nach oben, wird immer stabiler. Aber Licht und Schatten haben sich bei ihm noch abgewechselt – wie auch bei der ganzen Mannschaft.“ Gut war, wie Johannsson den Elfmeter zur Bremer Führung verwandelte. „Da hat er gezeigt, dass ihn im Strafraum nichts so schnell aus der Ruhe bringt“, meint Herzog.

Nicht so gut hat ihm dagegen das Kombinationsspiel des 19-fachen US-Nationalspielers gefallen: „Das hat noch nicht so geklappt.“ Dennoch hat Johannsson eine echte Chance auf eine zeitnahe Berufung durch Herzog und dessen Chef Jürgen Klinsmann. Weil US-Angreifer Clint Dempsey (33/Seattle Sounders FC) aufgrund von Herzproblemen noch auf unbestimmt Zeit ausfällt, könnte der Werder-Profi schnell wieder auf die Nominierungsliste rutschen.
csa

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