Hajrovic offiziell in Bremen vorgestellt

„Kann in der Offensive alles spielen"

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Werder-Zugang Hajrovic

Bremen – Werder Bremens Neuzugang Izet Hajrovic hat sich bei seiner offiziellen Präsentation noch etwas zurückhaltend gegeben. Wer auf große Ansagen oder Zielsetzungen für sein Engagement in der Fußball-Bundesliga gewartet hatte, wurde enttäuscht. Auf den Mund gefallen ist der bosnische Nationalspieler aber nicht – das bekam der ein oder andere Journalist schnell zu spüren.

Wochenlang war über den Transfer von Izet Hajrovic von Galatasaray Istanbul zu Werder Bremen spekuliert worden – in den vergangenen beiden Tagen ging nun alles ganz schnell. Am Mittwoch absolvierte der 22-Jährige den obligatorischen Medizincheck, am Donnerstagmorgen unterzeichnete er einen Vierjahresvertrag bei den Grün-Weißen – um nur wenige Stunden später bereits den Journalisten bei seiner Vorstellung Rede und Antwort zu stehen.

Er habe die Bundesliga schon immer verfolgt, Bremen sei immer noch ein Traditionsverein, sagte Hajrovic. Zu seinen persönlichen Stärken und Schwächen wollte er sich dagegen nicht groß äußern. „In der Offensive kann ich alles spielen, wer mich besser kennenlernen will, soll auf Youtube schauen“, so der 22-Jährige. Auch zu seinem alten Klub Galatasaray und zu seiner Vertragskündigung bei den Türken gab es von dem Offensivspieler nur wenig zu hören. „Was passiert ist, ist nicht so toll gewesen“, sagte er. Belastend sei die Situation jedenfalls nicht für ihn. „Ich freue mich einfach, dass ich hier in Bremen bin, auf die Fans und auf das Stadion."

Hajrovic erhält bei den Grün-Weißen erwartungsgemäß seine Lieblingsnummer 14 – als direkter Hunt-Nachfolger sei er aber nicht zu sehen, sagte Werders Geschäftsführer Sport, Thomas Eichin, der sich in Sachen einer Klage von Galatasaray ebenfalls bedeckt hielt. „Wir sind uns sehr sicher, dass die Freigabe der Fifa rechtsgültig ist. Dieser Fall untersteht dem Schweizer Recht und dieses besagt, dass es ein Kündigungsrecht bei fehlenden Gehaltszahlungen gibt“, erklärte Eichin. Galatasaray hatte kurz zuvor bei der Fifa Einspruch gegen den Entscheid eingelegt, wie der türkische Erstligist auf seiner Homepage bekannt gab. „Wir werden abwarten müssen, wie sich die Dinge entwickeln. Es wird jetzt alles seine Wege gehen. Wir sind aber hundertprozentig davon überzeugt, dass Izet für Werder spielberechtigt sein wird", so Eichin. 

Zum Abschluss der Pressekonferenz zeigte Hajrovic zumindest schon einmal, dass er verbal für die Bundesliga bestens gerüstet ist. Auf die Frage eines Journalisten zu seiner Herkunft und seiner Familie antwortete er mit einer Gegenfrage: „Kennen sie die Seite Wikipedia?“ Einen Tipp für Deutschland für das WM-Enspiel gegen Argentinien hatte er auch noch auf Lager: Argentinien habe Schwächen in der Defensive, befand Hajrovic. Deutschland werde jedenfalls Weltmeister.
mib

Hajrovic-Vorstellung

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