Großes Lob für Skripnik / Di Santo soll langfristig bleiben

„Viktor hat richtig gut gecoacht“

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Geschafft! Werder-Trainer Viktor Skripnik gestern Abend nach dem Abpfiff und dem 2:1-Erfolg in Hoffenheim.

Sinsheim - Erst Dortmund, dann Hertha, jetzt Hoffenheim – Werder hat den dritten Bundesliga-Sieg in Folge gelandet und damit sogar Clemens Fritz überrascht. „Ich habe schon überlegt, wann uns das zum letzten Mal gelungen ist“, meinte der Kapitän und flachste: „Wahrscheinlich hat da Lutscher noch mitgespielt.“ Gemeint ist Torsten Frings, der heutige Co-Trainer. Doch der hatte Werder beim letzten Dreierpack vor dreieinhalb Jahren gerade verlassen.

Jetzt ist er wieder da – und gemeinsam mit seinem Chef Viktor Skripnik hat er Werder wieder erfolgreich gemacht. „Ich habe kein Rezept“, versuchte Skripnik von sich abzulenken: „Das macht alles die Mannschaft.“ Doch da hatte Sportchef Thomas Eichin längst verraten, wer an diesem Abend der Matchwinner war: „Viktor hat richtig gut gecoacht in der Pause. Er hat die entscheidenden Dinge gesehen und die richtigen Worte gefunden.“

Welche, daran wollte sich hinterher niemand mehr erinnern. Skripnik verriet nur, dass eine Flipchart zum Einsatz gekommen war „und ich nicht alleine laut bin in der Kabine“. Auch Frings, Florian Kohfeldt und Christian Vander redeten mit – und machten aus den Auswärtsangsthasen Auswärtshelden.

Dabei hob Skripnik ausdrücklich Keeper Raphael Wolf hervor, der einmal böse gepatzt hatte. „Fehler gehören dazu“, meinte Skripnik: „Wichtiger ist, wie ein Torwart nach einem Fehler reagiert, das hat er klasse gemacht. Wir haben einen echten Typen im Tor.“

Lob gab es natürlich auch für Franco Di Santo, der seinen neunten Saisontreffer erzielte. „Eine super Torquote“, befand Eichin und verriet, dass Werder eine Verlängerung des 2016 auslaufenden Vertrags anstrebt: „Ich bin guter Dinge, ihn noch länger an uns zu binden.“

Optimistisch ist Werder auch, was die nächsten Wochen betrifft, aber keineswegs überheblich. „Wir sind immer noch im Abstiegskampf“, warnte Fritz, freute sich aber auch über „das Mini-Polster“. Das möglichst schon am Sonntag gegen Leverkusen vergrößert werden soll. „Jetzt kommt die obere Etage“, meinte Skripnik, machte in seiner so typischen Art aber sofort wieder Mut: „Wir genießen diese Zeit und werden gegen Leverkusen wieder alles versuchen.“

kni

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