Ärger um angeblich offene Provision

Vergleichsverhandlung geplatzt: Urteil im Streit zwischen Werder Bremen und Davy Klaassens Berater fällt in Kürze

Davy Klaassens Berater Sören Lerby (l.) und dessen Agentur „Essels Sport Management“ fordern vom SV Werder Bremen die Zahlung einer angeblich noch offenen Provision. Nun muss ein Gericht entscheiden.
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Davy Klaassens Berater Sören Lerby (l.) und dessen Agentur „Essels Sport Management“ fordern vom SV Werder Bremen die Zahlung einer angeblich noch offenen Provision. Nun muss ein Gericht entscheiden.

Bremen - Der SV Werder Bremen und die Berateragentur „Essels Sport Management“ haben sich in ihrem Rechtsstreit, bei dem es um eine Berater-Provision in Höhe von 250.000 Euro geht, nicht auf einen Vergleich einigen können. „Die Verhandlungen sind gescheitert. Jetzt wird das Gericht entscheiden“, teilte Jan Stegemann, der Sprecher des Landgerichts Bremen, am Freitag auf Nachfrage der DeichStube mit und kündigte das Urteil für Ende Januar an.

Seit dem Wechsel des ehemaligen Werder-Profis Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam im Oktober 2020 wartet dessen Agentur „Essels Sport Management“ auf die Provisionszahlung, die ihr ihrer Meinung nach zusteht. Die Berater berufen sich dabei auf einen individuell mit Werder Bremen ausgehandelten Vertrag. Der schreibt vor, dass bei Wechseln bis zum 31. August, sprich dem eigentlichen Ende der Sommer-Transferperiode, keine Provision mehr vom Verein bezahlt werden muss. Klaassen wechselte allerdings erst nach diesem Stichtag, weshalb „Essels Sport Management“ auf die Provision besteht.

(Auch interessant: Verfolgt das Spiel Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf im Live-Ticker der DeichStube!)

Werder Bremen: Kein Vergleich - Gericht entscheidet im Fall um die Berater-Provision

Werder Bremen weigert sich allerdings zu zahlen und argumentiert damit, dass die Saison 2019/20 wegen der Corona-Pandemie verlängert werden musste, was die Sommer-Transferperiode bis zum 5. Oktober ausgedehnt hat. Eine Provisionszahlung ist aus Sicht des Vereins deshalb nicht rechtmäßig, weil sich durch die Pandemie eine Ausnahmesituation und damit eine nicht vorhersehbare Veränderung des Transferfensters ergeben habe. „Deshalb muss die Vereinbarung, dass die Provision bei einem Wechsel in der Sommer-Transferperiode wegfällt, aus unserer Sicht weiterhin wirksam sein“, sagte Tarek Brauer, Direktor Personal und Recht beim SV Werder Bremen.

Kurz vor Weihnachten hatte das Zivilverfahren vor dem Landgericht Bremen begonnen. Da sich die Streitparteien nicht auf einen Vergleich einigen konnten, fällen nun die Richter die Entscheidung. (dco)

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