32 Torschüsse des BVB: Zielscheibe Werder Bremen

Der Entwicklungsstand: Stabiler, aber harmlos

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Gegen Dortmund utner Dauerbeschuss: Sebastian Mielitz

Dortmund/Bremen - Robin Dutt überlegte noch an Ort und Stelle: Soll er seiner Mannschaft nach der 0:1-Niederlage bei Borussia Dortmund einen oder vielleicht doch zwei freie Tage gönnen? Vorsicht ist geboten bei dieser Entscheidung. Denn das Beispiel Thorsten Fink beim Hamburger SV hat gerade gezeigt, zu welchen Problemen es führen kann, dem Personal nach einer Niederlage zu viel Freizeit zu gewähren.

 Doch Dutt kam zu dem Schluss, dass ein 0:1 in Dortmund kein 1:5 gegen Hoffenheim ist und schickte seine Spieler nach dem Training gestern für zwei Tage ins freie Leben. „Verdient haben sie es für ihre Einstellung“, sagte der Trainer von Werder Bremen, dem die erste Pleite in der Bundesliga-Saison nicht nur negative Erkenntnisse geliefert hatte.

Es hatte ihm gefallen, wie sich sein Team gegen dominante Dortmunder gewehrt hatte. Wie alle miteinander eine Abwehrschlacht geschlagen hatten, um unter diesem enormen Druck, den der BVB mit seinem Pressing und seinem schnellen Flügelspiel erzeugt, nicht zerquetscht zu werden. „Unsere Mentalität“, lobte Dutt also, „war ganz hervorragend.“ Und mehr noch: „Taktisch und von der defensiven Organisation her haben wir es von allen drei Spielen am besten gemacht“, sagte der 48-Jährige.

Die Noten:

Die Noten: Mielitz stark, Caldirola nicht

Wer nur diese Aussage kennt und nicht das Spiel gesehen hat, könnte nun glauben, Werder sei bei Champions-League-Finalist Borussia Dortmund Herr der Lage gewesen. Dass dem nicht so war, zeigt ein Blick in die Spielstatistik. 32 Mal feuerte der BVB in 90 Minuten auf das Bremer Tor – das war nahe dran am bisherigen Club-Rekord (37 Torschüsse beim 2:1 im März 2006 gegen den 1. FC Kaiserslautern). Und natürlich musste auch Dutt zugeben: „Der BVB hätte mehr Tore machen können.“

Weil aber nur Robert Lewandowski für die Schwarz-Gelben getroffen hatte (55.), durfte Werder bis zum Abpfiff und auch noch danach vom Ausgleich und einem Punktgewinn beim Vize-Meister träumen. „Hier war mehr für uns drin“, sagte beispielweise Innenverteidiger Sebastian Prödl mit Blick auf die letzten zehn Minuten der Partie, als Werder tatsächlich selbst so etwas wie Offensivdruck entwickelt hatte und sogar zu einer ordentlichen Chance durch Neuzugang Franco Di Santo gekommen war (87.). „Wenn man diese Phase nimmt, sind wir schon ein bisschen enttäuscht, dass wir den Ball nicht ins Tor gekriegt haben“, meinte auch Werder-Manager Thomas Eichin. Womit er allerdings nicht das Ergebnis in Zweifel ziehen wollte: „Wir haben völlig verdient verloren.“

Aber Werder hat sich nicht mehr abschießen lassen – wie noch bei dem 0:5-Heimdebakel gegen die Borussia in der vergangenen Saison. Für ein Spektakel sind die ehemaligen Unterhaltungskünstler der Liga mittlerweile ohnehin nicht mehr zu haben – weder vorne (wie in den guten Zeiten) noch hinten (wie in der vergangenen Saison). „Wir sind in der Defensive wesentlich stabiler geworden“, meinte Kapitän Aaron Hunt. „Das ist das, was wir uns in kurzer Zeit erarbeitet haben“, sagte Dutt. „Aber es geht auf Kosten der Offensive“, monierte Hunt. Stimmt, pflichtete Dutt bei: „Da haben wir noch ganz viel Arbeit vor uns. Das Spiel hat deutlich gezeigt, wo wir uns schon prächtig entwickelt haben und wo nicht.“

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