„Ich kann mir denken, aus welcher Quelle das kommt“

Gekaufter Protest: Lemke bekam Hinweis

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Werder-Aufsichtsrat Willi Lemke

Bremen - Es war der Aufreger des Abends: Angeblich sollen junge Werder-Mitglieder angesprochen worden sein, für Geld auf der Mitgliederversammlung gegen Aufsichtsrat Willi Lemke, der bei einigen Fans als Hauptschuldiger für die Krise gilt, zu protestieren.

Der scheidende Präsident Klaus-Dieter Fischer hatte in seiner Begrüßungsrede von dieser „bösen Geschichte“ berichtet. Dafür gebe es Beweise, sagte der 73-Jährige und sprach von drei Hinweisen. Und was sagte Lemke? Der Ex-Manager berichtete nach der Versammlung im Gespräch mit der Kreiszeitung von einem eigenen Hinweis. „Ich bin von einem Ultra angerufen worden, den ich schon sehr lange kenne und dem ich vertraue“, sagte Lemke: „Der berichtete von einem Freund, der von einem Bremer Kaufmann angesprochen worden ist.“

Daraufhin habe er bei Fischer angerufen: „Der hat mir gesagt, dass er die Geschichte kenne, weil er selbst drei Anrufe hatte. Da war ich baff. Das war also kein Gespinst von mir oder meinem Bekannten, sondern das ist Fakt.“ Fischer habe ihn beruhigt und ihm gesagt, er würde sich darum kümmern. Das tat Fischer dann gleich zu Beginn der Versammlung am Montagabend in der Werder-Halle an der Hemelinger Straße, indem er die Mitglieder informierte.

Einen Protest gegen Lemke – in welcher Form auch immer – hatte es weder zuvor noch danach gegeben. Der 68-Jährige gestand, dass ihn die ganze Geschichte schon „enttäuscht und traurig gemacht habe. Aber jetzt freue ich mich, dass sich niemand hat missbrauchen lassen, dass sie keinen der jungen Leute gekriegt haben.“ Lemke weiß nicht, wer hinter dieser Aktion steckt, „aber ich kann mir denken, aus welcher Quelle das kommt“. Mehr sagt er dazu nicht – und damit bleibt die Geschichte mysteriös.

kni

Mitgliederversammlung des SV Werder Bremen

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