1:1 gegen Hoffenheim

Werder viel zu gut für nur einen Punkt

+
Theodor Gebre Selassie köpft das 1:1 für Werder Bremen im Spiel gegen die TSG Hoffenheim.

Bremen - Sie gaben wirklich alles, aber am Ende mussten sich die Profis des SV Werder Bremen am Mittwochabend mit einem 1:1 (0:1) gegen die TSG 1899 Hoffenheim begnügen.

Und darüber werden sich die Bremer noch gewaltig ärgern, denn es war wesentlich mehr drin. Das Kohfeldt-Team bot in einer unterhaltsamen Partie eine sehr starke Leistung. Doch lediglich Theodor Gebre Selassie traf für die Grün-Weißen (57.) und glich damit die Führung der Gäste durch Leonardo Bittencourt (30.) aus. Werder bleibt damit Tabellenneunter, kann nach diesem Auftritt aber durchaus selbstbewusst zum Hinrunden-Abschluss am Samstag nach Leipzig reisen.

Florian Kohfeldt hatte kurzfristig auf Nuri Sahin (Probleme am Sprunggelenk) verzichten müssen. Für den Sechser rückte Kevin Möhwald ins Team. Im Angriff wechselte der Werder-Coach dagegen freiwillig im Vergleich zum Dortmund-Spiel. Für Milot Rashica und Martin Harnik durften Yuya Osako und Johannes Eggestein (nach überstandener Erkältung) ran. Werder agierte dabei in einem 4-4-2-System mit Raute, wobei Osako den Spielmacher gab.

Bittencourt trifft zur Hoffenheimer Führung

Der Japaner hätte die Bremer früh in Führung bringen müssen, doch nach toller Vorarbeit von Möhwald traf der Angreifer ganz allein vor Keeper Oliver Baumann nur das Außennetz (12.). Es war ein rasantes Spiel, beide Teams hatten den Vorwärtsgang eingelegt, fast im Minutentakt gab es hüben wie drüben brisante Szenen. Auch Hoffenheims Nico Schulz traf nur das Außennetz (13.). Kruse brachte Baumann mit einem frechen Freistoß in die Bredouille (25.).

Werder besaß ein leichtes Übergewicht – und deshalb war der Rückstand dann auch so ärgerlich. Schulz tanzte Theodor Gebre Selassie an der Grundlinie aus, passte auf Leonardo Bittencourt, der eiskalt zum 1:0 vollstreckte (30.). Möhwald hätte ihn noch stören können, war aber nur zurückgetrabt. Bittencourt, Bittencourt – gab es da nicht mal was? Richtig einen Fast-Wechsel zum SV Werder im Sommer. Doch der Kölner entschied sich für Champions-League-Teilnehmer Hoffenheim.

Hoffenheim jubelt über das 1:0, Werder hadert mit dem Rückstand.

Werder zeigte sich vom Rückstand wenig beeindruckt, spielte weiter mutig nach vorne. Doch der letzte Pass wollte irgendwie nicht glücken. Erst kurz vor der Pause gab es die nächste Bremer Chance, doch der Kopfball-Aufsetzer von Gebre Selassie tropfte nur auf die Latte.

Personell änderte Kohfeldt in der Halbzeit nichts, dafür aber strukturell. Osako ging weiter nach vorne, Kruse ließ sich mal fallen oder wich auf den linken Flügel aus. 1899-Coach Julian Nagelsmann reagierte, brachte Benjamin Hübner und den Ex-Bremer Florian Grillitsch für Ermin Bicakcic und Torschütze Bittencourt. Werder schlug trotzdem eiskalt zu – und das ausgerechnet in Person von Gebre Selassie, der beim 0:1 noch so schlecht ausgesehen hatte. Diesmal drehte der Tscheche den Spieß rum, lief Schulz davon und köpfte eine perfekte Augustinsson-Flanke zum 1:1 ein (57.).

Einzelkritik: Rashica wird zum Chancentod - Werder in Noten

Rashica vergibt zweimal den Siegtreffer

Das mit 40.000 Zuschauern (darunter 100 Hoffenheimer) nicht ganz ausverkaufte Weserstadion bebte – und war endgültig aus dem Häuschen, als Kohfeldt wenig später Stürmer Rashica für Mittelfeldmann Klaassen brachte (63.). Da wollte wohl einer unbedingt den Sieg. Und der Joker hätte fast sofort gestochen. Rashica war auf dem Weg zum 2:1, ließ sich aber bei einem Mini-Kontakt von Hübner im Strafraum gleich fallen (64.). Schiedsrichter Markus Schmidt pfiff nicht, und auch eine Überprüfung des Videoassistenten ergab wenig später kein anderes Ergebnis.

Werder haderte aber nicht, sondern erhöhte noch mal das Tempo, drängte Hoffenheim immer weiter zurück. Nur vor dem Tor agierten die Bremer viel zu kompliziert, standen sich selbst im Weg. Kohfeldt brachte Florian Kainz für den völlig ausgepumpten Johannes Eggestein (78.). Doch dann meldete sich Hoffenheim zurück. Andrej Kramaric zwang Jiri Pavlenka zu einer Glanzparade (83.). Was für ein Krimi! An dem nun auch Claudio Pizarro (für Osako) teilnahm. Aber im Mittelpunkt stand Rashica, der zweimal aus bester Position den Siegtreffer verpasste.

Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson - Möhwald, M. Eggestein, Klaassen (64. Rashica) - J. Eggestein (78. Kainz), Kruse, Osako (86. Pizarro)

Kruse: „Da müssen wir uns hinterfragen“ - die Stimmen zum Spiel

Fotostrecke: Werder mit Power, aber nur einem Zähler

Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © dpa
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © dpa
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © dpa
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © dpa
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim. © gumzmedia

Quelle: DeichStube

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Gedenken an Putschversuch in der Türkei vor drei Jahren

Gedenken an Putschversuch in der Türkei vor drei Jahren

Kanzlerin Merkel in Sachsen gefeiert und ausgebuht

Kanzlerin Merkel in Sachsen gefeiert und ausgebuht

Mit kurzer Hose ins Büro? Zehn Outfit-Fails im Sommer

Mit kurzer Hose ins Büro? Zehn Outfit-Fails im Sommer

Tarmstedter Ausstellung: Das Showprogramm

Tarmstedter Ausstellung: Das Showprogramm

Meistgelesene Artikel

Transfer von Aron Johannsson nach Schweden perfekt

Transfer von Aron Johannsson nach Schweden perfekt

USA, Zillertal – und Fritz bleibt sicher im Reisestress

USA, Zillertal – und Fritz bleibt sicher im Reisestress

Ilia Gruev - anstrengender Papa, loyaler Co-Trainer

Ilia Gruev - anstrengender Papa, loyaler Co-Trainer

Kapino verlängert - bei Werder steht der Torwart-Plan für die Zukunft

Kapino verlängert - bei Werder steht der Torwart-Plan für die Zukunft

Kommentare