Vor dem 30. Spieltag

RB ist verwundbar – die Fakten zum Leipzig-Spiel

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Werder Bremen um Max Kruse empfängt am Sonntag RB Leipzig mit Diego Demme im Weserstadion.

Bremen - Zum erst zweiten Mal kommt RB Leipzig ins Weserstadion. Die wichtigsten Fakten vor dem Heimspiel von Werder Bremen am Sonntag (18 Uhr).

1. Zweites Duell im Weserstadion: An das erste Heimspiel gegen RB Leipzig erinnern sich die Werder-Fans sicherlich gerne. Die Bremer feierten in der vergangenen Saison einen 3:0-Sieg – damals trafen ausgerechnet die Österreicher Zlatko Junuzovic, Florian Grillitsch und Florian Kainz gegen den von einem Brausehersteller aus Österreich unterstützten Club. Nun kommt RB zum erst zweiten Mal überhaupt an die Weser.

2. Österreichischer Einfluss: Auch am Sonntag steht das Nachbarland im Weserstadion besonders im Fokus. Bei Werder stehen die Österreicher Junuzovic, Kainz und Marco Friedl im Kader, auch Sportpsychologe Andreas Marlovits und Athletiktrainer Günter Stoxreiter kommen aus dem Alpenland. Bei Leipzig stehen mit Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker, Konrad Laimer und Trainer Ralph Hasenhüttl vier Österreicher unter Vertrag. Sabitzer und Laimer fehlen aber am Sonntag (siehe Punkt 9).

3. Englische Wochen: Für RB Leipzig ist das Duell am Sonntag das fünfte Pflichtspiel innerhalb von 16 Tagen. Die „Roten Bullen“ haben also zwei Englische Wochen hinter sich. Fünf ihrer bisherigen zehn Liga-Spiele nach einem Europapokal-Abend gewannen die Leipziger, nur zwei verloren sie. Werder hatte hingegen die längste mögliche Pause vor dem 18-Uhr-Spiel am Sonntag. Zuletzt spielten die Bremer am Freitag vor einer Woche gegen Hannover 96 (1:2).

4. RB schwächelt: Die Leipziger waren als Vizemeister in der vergangenen Spielzeit zweitbestes Auswärtsteam, liegen nun aber mit sechs Niederlagen in der Fremde auf Rang sieben der Auswärtstabelle. Von den letzten neun Gastspielen gewannen sie nur zwei, und in den letzten sieben Ligapartien gelangen ihnen auch nur zwei Siege. Zuletzt gab ein 1:4 zu Hause gegen Leverkusen. Am Donnerstag schieden die Leipziger zudem nach einer 2:5-Niederlage bei Olympique Marseille aus der Europa League aus.

5. Heimstärke hat einen Namen: Mit Trainer Florian Kohfeldt ist Werder zu Hause nach wie vor ungeschlagen. Die Hanseaten gewannen ihre letzten vier Heimspiele und verbuchten in Kohfeldts neun Partien im Weserstadion sechs Siege und drei Unentschieden bei 17:6 Toren. Außerdem hat Werder unter Kohfeldt noch nie zwei Spiele in Folge verloren.

6. Werder defensiv stärker: Leipzig ist Tabellensechster, Werder liegt auf Rang zwölf – trotzdem haben die Bremer in dieser Saison weniger Tore als RB kassiert (35 zu 41 Gegentore) - ein klarer Pluspunkt für Grün-Weiß. Was die geschossenen Toren angeht, liegt Leipzig (44) aber deutlich vor Werder (33).

7. Verschiedene Torschützen: Zumindest in einer Offensiv-Statistik liegt Werder aber vor Leipzig: Die Bremer haben 16 verschiedene Torschützen in ihren Reihen, Leipzig liegt bei 14. Die Statistiken haben sich gedreht: Vor dem Spiel in der Hinrunde hatte Leipzig schon neun verschiedene Torschützen, das waren mehr als Werder überhaupt Tore hatte (8).

8. Konterstark: Werder gehört in dieser Saison zu den drei konterstärksten Mannschaften der Bundesliga, berichtet „werder.de“. Sieben Kontertore hat die Kohfeldt-Elf in dieser Saison schon erzielt, nur Bayer Leverkusen hat zwei mehr.

9. Die Fehlenden: Werder muss erneut auf Ludwig Augustinsson (Faserriss im Oberschenkel) und Aron Johannsson (Knöchelverletzung) verzichten. Leipzig hat noch größere Sorgen: Es fehlen Marcel Sabitzer (Schulter ausgekugelt), Dayot Upamecano (Fußverletzung), Konrad Laimer (Muskelriss im Oberschenkel) und Marcel Halstenberg (Kreuzbandriss). Außerdem ist Top-Stürmer Timo Werner wegen Oberschenkelproblemen mehr als fraglich.

10. Der beste Tag der Woche: Sonntagsspiel im Weserstadion gegen Leipzig? Das dürfte Werder gefallen. Die vergangenen drei Spiele an einem Sonntag im eigenen Wohnzimmer gewannen die Bremer. Das waren das Hinspiel gegen Hannover (4:0) sowie in der Rückrunde die Spiele gegen den VfL Wolfsburg (3:1) und Eintracht Frankfurt (2:1).

(han/kso)

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Quelle: DeichStube

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