2:3 gegen Villarreal

Last-Minute-Gegentor vermiest Werder die Generalprobe

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Trotz eines Tores von Max Kruse verlor Werder Bremen das Testspiel gegen den FC Villarreal.

Bremen - Am Ende wurde es turbulent. Gerade noch schien es, als hätte Yuya Osako mit seinem Kopfballtor zum 2:2 die Generalprobe für Werder Bremen gerettet (87.), da schmetterte Morlanes den Ball in der Schlussminute zum 3:2-Sieg des FC Villarreal ins Bremer Tor.

Vor diesem furiosen Finale hatte Karl Toko Ekambi die Bremer Führung durch Max Kruse (25.) mit einem Doppelpack (49./64.) in ein 2:1 für Villarreal verwandelt. Insgesamt ist die Pleite ein Knick in der Gute-Laune-Kurve des SV Werder. Vor allem die Defensivleistung genügte keinen höheren Ansprüchen. Das sorgte am „Tag der Fans“ auch für einige lange Gesichter beim Bremer Anhang.

Eine Woche vor dem DFB-Pokalspiel bei Regionalligist Wormatia Worms war die Partie der Abschluss der Bremer Saisonvorbereitung und auch der Fingerzeig, welche elf Spieler bei Trainer Florian Kohfeldt vor dem Start in die neue Spielzeit die besten Karten haben. Keine Überraschung war die Besetzung der Viererkette mit Theodor Gebre Selassie, Milos Veljkovic, Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson.

Kainz‘ präziser Pass, Kruses gekonnter Lupfer

Das Mittelfeld bildeten Philipp Bargfrede, Maximilian Eggestein und Königstransfer Davy Klaassen, der seine Weserstadion-Premiere feierte. Im Angriff flankierten Florian Kainz (links) und Milot Rashica (rechts) den zentral agierenden Max Kruse. Der leicht angeschlagene Martin Harnik blieb zunächst auf der Bank. Ebenso Neuzugang Yuya Osako und Routinier Claudio Pizarro, der dennoch von den Fans mit Sprechchören gefeiert (und gefordert) wurde.

Kainz und Kruse waren es dann auch, die für die Bremer Führung sorgten. Nach einem Fehlpass von Villarreals Innenverteidiger Victor Ruiz schalteten die beiden Bremer blitzschnell. Kruse startete in den freien Raum, Kainz passte millimetergenau – und ein Heber des Kapitäns vollendete das Ganze.

Mit weit ausgebreiteten Armen baute sich Kruse anschließend vor den Fans in der Westkurve auf. Fast so, als wäre das Spiel kein Test, sondern schon der Ernstfall. Aber Kruses Freude über sein erstes Tor als offiziell ins Amt gehobener Kapitän zeigte aber auch, wie ernst Werder die Partie nahm. Über die Führung ließ sich jedoch nicht mit einem einfachen Ja oder Nein sagen, dass sie auch dem Spielverlauf in der ersten Halbzeit entsprach. Denn einigen guten Bremer Chancen durch Maximilian Eggestein (18.), Kainz (26.) und wiederum Kruse (43.) standen auch drei starke Paraden von Jiri Pavlenka gegenüber.

Max Kruse erzielte das 1:0 per Lupfer.

Der Bremer Schlussmann blieb bei Eins-gegen-eins-Situationen gegen Villarreals 18-Millionen-Einkauf Toko Ekambi (10.) sowie gegen Samu Castillejo (35.) jeweils der Sieger. Und bei dem Kopfballaufsetzer von Gerard Moreno zeigte der Tscheche eine Flugeinlage, die Stadionsprecher Arnd Zeigler als „fast schon zirkusreif“ adelte. Auf jeden Fall war sie erfolgreich. Die Auflistung zeigt: Vor 24.781 Zuschauern war vorne und hinten ordentlich was los bei Werder – das eine macht Spaß, das andere macht Sorgen.

Nach der Pause schlug das Pendel immer stärker Richtung Sorgen. Denn nur vier Minuten nach Wiederbeginn traf der vom SCO Angers aus Frankreich gekommene Ekambi zum 1:1, nachdem Klaassen und Eggestein nicht konsequent zur Sache gegangen waren. Wenig später hatte der Kameruner sogar die Führung auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten (55.). Die Bremer, bei denen Sebastian Langkamp und Harnik mit dem Seitenwechsel die Plätze von Veljkovic und Rashica eingenommen hatten, suchten nach ihrer Linie. Dabei halfen ab Minute 62 auch Yuya Osako (kam für Kainz) und Marco Friedl (für Augustinsson) mit. Das Spiel bestimmte aber weiter der FC Villarreal, in der vergangenen Saison immerhin Fünfter der La Liga.

Verdiente Niederlage, aber kein Grund zur Panik

Der Führung der Spanier ging aber ein Fehler im Bremer Spielaufbau voraus. Moreno erhaschte einen Harnik-Pass, startete mit schnellen Schritten durch und legte quer auf Toko Ekambi – schon stand‘s 1:2. Und mittlerweile ließ sich klar sagen, dass das so auch absolut in Ordnung ging. Zu viele Fehlpässe leistete sich das Team, zu wenig Fluss war im Bremer Spiel.

In der Schlussviertelstunde schickte Trainer Kohfeldt neben Johannes Eggestein und Ole Käuper auch noch Pizarro auf den Platz. Der Fan-Jubel darüber war berechtigt, denn Pizarro bereitete per exakter Flanke auf Osako das 2:2 vor. Doch dann schluderte noch einmal die Defensive. Weshalb die Generalprobe vor dem Pflichtspielstart – rein ergebnistechnisch – als misslungen gewertet werden muss. Gegen einen starken Gegner mit internationalem Format hatte Werder aber vor allem in der ersten Halbzeit auch gute Ansätze gezeigt. Fazit: Verdiente Niederlage, Grund zur Panik besteht jedoch nicht.

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Tag der Fans 2018
Tag der Fans 2018 © gumzmedia
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Werder-Anhänger am Tag der Fans.
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Werder-Anhänger am Tag der Fans.
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Werder-Anhänger am Tag der Fans.
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Am Tag der Fans wurde hinter der Westkurve des Weserstadions der Alfred-Ries-Platz eingeweiht.
Am Tag der Fans wurde hinter der Westkurve des Weserstadions der Alfred-Ries-Platz eingeweiht. © gumzmedia
Am Tag der Fans wurde hinter der Westkurve des Weserstadions der Alfred-Ries-Platz eingeweiht.
Am Tag der Fans wurde hinter der Westkurve des Weserstadions der Alfred-Ries-Platz eingeweiht. © gumzmedia
Am Tag der Fans wurde hinter der Westkurve des Weserstadions der Alfred-Ries-Platz eingeweiht.
Am Tag der Fans wurde hinter der Westkurve des Weserstadions der Alfred-Ries-Platz eingeweiht. © gumzmedia
Werder-Anhänger am Tag der Fans.
Tag der Fans 2018 © gumzmedia
Tag der Fans 2018
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Tag der Fans 2018
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Jan Delay im Weserstadion am Tag der Fans
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Otto Rehhagel im Weserstadion am Tag der Fans
Otto Rehhagel im Weserstadion am Tag der Fans © gumzmedia
Otto Rehhagel im Weserstadion am Tag der Fans
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Die 93er-Meister Dietmar Beiersdorfer (l.) und Wyton Rufer beim Tag der Fans
Die 93er-Meister Dietmar Beiersdorfer (l.) und Wyton Rufer beim Tag der Fans © gumzmedia
Geschäftsführer-Talk beim Tag der Fans
Geschäftsführer-Talk beim Tag der Fans © gumzmedia
Tag der Fans 2018
Tag der Fans 2018 © gumzmedia
Tag der Fans 2018
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Tag der Fans 2018
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Tag der Fans 2018
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Quelle: DeichStube

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