Doppeltorschütze Rashica muss früh raus

Werder wunderbar: Kohfeldt-Elf feiert Fußball-Fest gegen Augsburg - 4:0

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Milot Rashica traf gegen den FC Augsburg doppelt.

Bremen - Diese Mannschaft hat offenbar Geschmack am Spektakel gefunden! Nur fünf Tage nach dem grandiosen DFB-Pokal-Spiel bei Borussia Dortmund ließ Werder Bremen auch in der Bundesliga eine starke Partie folgen und schickte den FC Augsburg mit 4:0 (3:0) nach Hause.

Vor allem während des ersten Durchgangs boten die Hausherren dabei eine beeindruckende und vor allem ungewohnt effiziente Leistung: Milot Rashica (2) und Johannes Eggestein sorgten für deutlichen Pausenstand. Nach dem Wechsel war noch Kevin Möhwald erfolgreich. Mit nunmehr 30 Punkten auf dem Konto bleibt Werder zwar Tabellenzehnter, ist aber bis auf drei Zähler an die internationalen Plätze herangerückt.

Wieder ein Blitzstart durch Rashica

Nach der rauschenden Pokalnacht von Dortmund war Kohfeldt in der Bundesliga zum bewährten 4-3-3-System zurückgekehrt - abermals mit Sebastian Langkamp in der Innenverteidigung an der Seite von Abwehrchef Niklas Moisander. Milos Veljkovic blieb erneut nur der Platz auf der Bank. Dort saß auch Nuri Sahin. Den alleinigen Abräumer vor der Viererkette gab Philipp Bargfrede, Sahins Platz in der Startelf ging derweil an Johannes Eggestein. Mit Max Kruse und Milot Rashica bildete er die Bremer Angriffsreihe, und wo wir gerade beim Thema Rashica sind: Was war das denn bitte für ein Start ins Spiel!?

Wie schon im Pokal beim BVB brachte der Kosovare Werder bereits in der fünften Minute in Führung. Dieses Mal war aber kein Freistoß, sondern ein wunderschöner Spielzug vorausgegangen: Kapitän Kruse per Hacke auf Davy Klaassen, vom Niederländer dann der perfekt temperierte Pass in den Lauf von Rashica, der ganz cool blieb, Konstantinos Stafylidis aussteigen ließ und überlegt ins kurze Eck abschloss - 1:0. Es war der frühe Lohn für das hohe Pressing, mit dem Werder die Augsburger vor große Probleme stellte.

Milot Rashica bejubelt sein Tor zum 1:0 für Werder Bremen gegen den FC Augsburg.

Die Bremer überließen den Gästen über weite Strecken den Ball, setzten sie aber direkt am Strafraum unter Druck. Dagegen fand Augsburg im ersten Durchgang nicht ansatzweise ein Rezept. Schon in der zwölften Minute hätte Theodor Gebre Selassie beinahe auf 2:0 erhöht. Sein Kopfball nach Freistoß von Ludwig Augustinsson kam äußerst wuchtig, aber zu unplatziert aufs Tor - FCA-Schlussmann Gregor Kobel wehrte ab.

Nach 22 Minuten hatten die Statistiker stolze 71 Prozent Ballbesitz für Augsburg errechnet, und spätestens da wurde der Bremer Plan klar: Kohfeldt wollte die konterstarken Gäste mit ihren eigenen Waffen schlagen, was nahezu perfekt funktionierte. Nachdem Innenverteidiger Reece Oxford vorne über das Tor geköpft und damit die bis dato beste Chance seiner Mannschaft vergeben hatte (23.), schlug es hinten innerhalb kürzester Zeit zweimal ein.

Fotostrecke: Rashica-Show gegen Augsburg

Werder Bremen gegen den FC Augsburg
Werder Bremen gegen den FC Augsburg © gumzmedia
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Werder Bremen gegen den FC Augsburg
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Rashica muss mit Rückenschmerzen früh runter

Nach abermals gutem Freistoß von Augustinsson kam Moisander zum Abschluss. Sein Versuch wurde von Jonathan Schmid abgeblockt, woraufhin der Ball genau vor die Füße von Johannes Eggestein fiel, der ihn humorlos in den Winkel drosch (27.). Viele der Werder-Fans im ausverkauften Weserstadion hatten sich nach dem Jubeln noch gar nicht wieder hingesetzt, als klar war, dass sie gleich stehen bleiben konnten.

Exakt 88 Sekunden nach dem zweiten Treffer legte der bärenstarke Rashica den dritten nach. Abermals war der letzte Pass von Klaassen gekommen, Rashica zog auf dem linken Flügel wieder nach innen, ließ Oxford stehen und zirkelte den Ball herrlich ins lange Eck - 3:0 (28.). Bitter: Kurz darauf war das Spiel für den 22-Jährigen beendet. Wegen starker Rückenschmerzen musste er vom Platz, Kevin Möhwald kam für ihn in die Partie (36.).

Fotostrecke: Wappen im Wandel - Choreo zu 120 Jahre Werder Bremen

Choreo zum 120. Geburtstag von Werder Bremen
Choreo zum 120. Geburtstag von Werder Bremen © gumzmedia
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Choreo zum 120. Geburtstag von Werder Bremen © dpa
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Dass Werder wenig später mit der komfortablen Drei-Tore-Führung in die Kabine ging, hatte die Mannschaft auch ihrem starken Torhüter Jiri Pavlenka zu verdanken. In der Schlussphase des ersten Durchgangs rettete der Tscheche zunächst gegen Michael Gregoritsch (41.), dann gegen Alfred Finnbogason (43.).

Die erste richtig dicke Chance der zweiten Hälfte gehörte dann aber wieder Werder. Nach einem Ballverlust des schwachen Philipp Max hatte Maximilian Eggestein das Auge für Kruse, der den Ball in leichter Rücklage mit seinem schwächeren rechten Fuß über das Tor schoss (49.). Die hohe Dichte an Höhepunkten des ersten Durchgangs erreichte der zweite aber nicht mehr. Augsburg fand etwas besser in die Partie, Werder ging nicht mehr ganz so entschlossen drauf - das Spiel plätscherte etwas dahin. Es passte aber zum Verlauf des Nachmittags, dass die Hausherren das letzte Wort hatten.

Nach einer Moisander-Flanke verlängerte der eingewechselte Claudio Pizarro den Ball mit dem Hinterkopf in Richtung Möhwald, der aus rund 15 Metern seinen zweiten Saisontreffer und damit den 4:0-Endstand erzielte (83.).

Werder: Pavlenka - Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson - Bargfrede, M. Eggestein, Klaassen - J. Eggestein (77. Pizarro), Kruse (88. Sargent), Rashica (36. Möhwald)

Quelle: DeichStube

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