Verhandlungen haben begonnen / „Ich würde schon lieber im Mittelfeld spielen“

Gebre Selassie winkt ein neuer Vertrag

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Applaus für die Fans, aber auch Theodor Gebre Selassie hat Beifall verdient.

Bremen - Für Theodor Gebre Selassie könnte es kaum besser laufen. Seit dem Trainerwechsel ist der Tscheche auf der rechten Abwehrseite eine Bank, bekommt Lob von allen Seiten und wird nach dem 2:1-Sieg gegen Leverkusen von Werder-Coach Viktor Skripnik sogar geadelt: „Theo kann alles.“

In seiner dritten Saison bei Werder hat der tschechische Nationalspieler den Status erreicht, der ihm schon bei seinem Wechsel 2012 zugedacht war. Schließlich hatte Werder einen EM-Teilnehmer verpflichtet. Doch Gebre Selassie enttäuschte als rechter Verteidiger, konnte sich unter Trainer Thomas Schaaf nicht gegen Clemens Fritz durchsetzen. Bergauf ging es erst, als Robin Dutt ihn zum Mittelfeldspieler machte und ihn seinen „Balancespieler“ nannte. Trotzdem fehlte Werder die Abstimmung zwischen Abwehr und Angriff, verlor erst viele Spiele und schließlich die Geduld mit dem Coach.

Viktor Skripnik kam und machte Gebre Selassie wieder zum Außenverteidiger. Die Rechnung ging auf. „Es läuft optimal“, findet auch der 28-Jährige. Warum das so ist, mag er nicht wirklich erörtern. Der bescheidene Tscheche redet lieber über das Team als über sich. Nur ein Geständnis macht er, allerdings ein ziemlich ungewöhnliches. „Ich würde schon lieber im Mittelfeld spielen“, sagt er: „Das hat wirklich Spaß gemacht.“ Aber ein Problem sei es jetzt nicht, dass er verteidigen muss.

Gebre Selassie ist trotzdem glücklich – mit Werder und mit der Stadt: „Meine Freundin und ich fühlen uns sehr wohl.“ Da bahnt sich durchaus eine längere Beziehung an. Sein Vertrag läuft zwar noch bis 2016, aber „die Gespräche mit dem Verein haben schon begonnen“, verrät Gebre Selassie. Einen Wechsel ins Ausland schließt er aus: „Ich will in der Bundesliga bleiben.“ Am liebsten bei Werder. „Aber ich mache mir keinen Stress, es ist noch viel Zeit.“

Die nächsten Wochen seien ohnehin dazu da, erst einmal den Klassenerhalt zu schaffen. Dafür will Gebre Selassie noch mehr den Wünschen des Trainers entsprechen: „Er sagt immer, dass ich meine Aktionen zu Ende bringen und keine Haken schlagen soll.“ Gegen Leverkusen ist ihm das schon ganz gut gelungen – und nicht nur das: Gebre Selassie glänzte auch als sehr guter Zweikämpfer gegen den bärenstarken Karim Bellarabi.

kni

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