Gebre Selassie kehrt mit Kopfschmerzen aus Augsburg zurück

Eine ältere Dame muss helfen

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Wieder in Bremen! Gestern Nachmittag kam Theodor Gebre Selassie per Zug aus Augsburg zurück. Foro: nph

Augsburg - An die Unglücksszene kann er sich nicht erinnern. „Ich weiß nichts mehr“, sagt Theodor Gebre Selassie: „Vielleicht ist es ja auch besser so.“ Schließlich hat es ganz schön gerummst im Strafraum der WWK-Arena von Augsburg.

Sein Keeper Felix Wiedwald hatte ihn bei einer Rettungsaktion mit der Hüfte am Kopf erwischt und ihm eine Nacht in einem Augsburger Krankenhaus beschert. In welchem? „Das weiß ich nicht“, sagt der Tscheche und grinst etwas verlegen. Seine Gehirnerschütterung macht ihm noch etwas zu schaffen.

Trotzdem sitzt er am Morgen nach dem 2:1-Sieg beim FC Augsburg schon wieder im Zug. Er will nach Hause. Die Mannschaft ist schon direkt nach dem Spiel geflogen und hat ihm noch ein lustiges Mannschaftsfoto als Genesungsgruß geschickt. Gebre Selassie fand das „richtig nett“, genauso wie die alte Dame am Augsburger Bahnhof. Der 27-Jährige war etwas orientierungslos, „da hat sie mir geholfen“.

Gebre Selassie sitzt in einem Ruheabteil. Für ein paar Fragen fühlt er sich fit genug, steht extra auf und geht in einen Zwischenraum, um die Mitreisenden nicht zu stören. Er ist eben ein höflicher Mensch. „Ich habe immer noch ein bisschen Kopfschmerzen“, sagt er: „Das war die ganze Nacht so.“ Viel geschlafen hat er nicht, denn alle zwei Stunden kam die Schwester, „um zu gucken, wie es mir geht“. Doch Gebre Selassie will nicht klagen: „Ich hatte Glück im Unglück, es ist ja nichts kaputt.“

Die Reise zur Nationalmannschaft musste er trotzdem absagen. Jetzt ist erst einmal Regneration in Bremen angesagt. Seinem Keeper Wiedwald nimmt er die harte Aktion nicht übel: „Er muss da ja so rauskommen.“ Außerdem ist alles halb so schlimm, „weil wir gewonnen haben. Die Punkte sind so wichtig für uns.“

kni

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