Werders aktueller Abwehrchef würde die Bremer Schießbunde gerne wieder schließen

Galvez: „Natürlich nervt das“

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Alejandro Galvez

Bremen - Es sah zwischenzeitlich so aus, als hätte Viktor Skripnik endlich eines der größten Probleme von Werder Bremen in den Griff bekommen. Nachdem der neue Trainer am 25. Oktober Robin Dutt abgelöst und seinen Dienst angetreten hatte, folgten fünf Pflichtspiele mit insgesamt nur drei Gegentreffern. Drei Mal spielte Werder sogar zu null, ein zu dieser Zeit völlig unbekanntes Gefühl.

Durch das neue System (Rückkehr zur Raute) und personelle Veränderungen (vor allem der Wechsel von Alejandro Galvez vom Mittelfeld in die Innenverteidigung) schien die Bremer Schießbude geschlossen zu sein – doch nun ist sie plötzlich wieder sperrangelweit offen. 2:5 in Frankfurt, 3:3 gegen Hannover: Werder hat in der Defensive völlig seine Linie verloren. Sehr zum Leidwesen von Galvez, der nach der Verletzung von Sebastian Prödl (Innenband-riss im Knie) zum Abwehrchef aufgestiegen ist. „Natürlich nervt das, besonderes einen Defensivspieler“, sagt der Spanier und fügt mit ein bisschen Verzweiflung in der Stimme an: „Bei den Siegen vorher haben wir nur wenige Gegentreffer kassiert. Es hat doch mal geklappt.“

Nun aber nicht mehr – doch warum? Galvez kann oder will es nicht genau erklären. Die ständigen Wechsel in der Viererkette durch Verletzungen, Sperren oder Skripniks Umstellungen mag der 25-Jährige nicht als Argumente heranziehen. „Egal, mit wem ich hinten zusammenspiele. Die sind alle gut“, behauptet Galvez ganz Teamplayer. Er räumt dann aber immerhin noch ein, dass Prödl und er sich – vor der Verletzung des Österreichers in Frankfurt – recht gut aneinander gewöhnt hatten: „,Basti‘ und ich vestehen uns sehr gut auf dem Platz. Mit ihm gab es vielleicht eine größere Sicherheit.“

Heute versucht Galvez wieder mit einem anderen Nebenmann (vermutlich Luca Caldirola), der Defensive Halt zu gaben. Und das wird „ein hartes Stück Arbeit“, ahnt der Spanier: „Gladbach läuft sehr, sehr starke Konter. Wir dürfen uns keine Ballverluste im Mittelfeld erlauben, dann wird es gefährlich.“ Trotz aller Probleme klingt Galvez ziemlich zuversichtlich: „Wir sind heiß und wollen zeigen, dass wir auch gegen eine Spitzenmannschaft wie Gladbach mithalten können.“

mr

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