Kommentar:

Führungswechsel im Aufsichtsrat

Ein Kommentar von Malte Rehnert. Willi Lemke verlässt die Spitze des Aufsichtsrates, Marco Bode übernimmt – das alles geschieht im Hauruckverfahren und erscheint in einem seltsamen Licht.

Einige Unternehmer aus der Region hatten nach Informationen dieser Zeitung finanziell lukrative Engagements angekündigt – aber nur für den Fall, dass der Chef im Aufsichtsrat nicht mehr Lemke heißt. Werder-Boss Klaus Filbry hatte das energisch dementiert. Dennoch steht Lemke nun kurz vor der Ablösung – und Werder hat laut „Sport Bild“ einen strategischen Partner an der Hand, der noch in diesem Jahr mit einem bis zu zweistelligen Millionenbetrag einsteigen will. Hat Werder Lemke zum Rückzug gedrängt, um die Tore für einen neuen Investor zu öffnen? Dieser Gedanke lässt sich irgendwie nicht vertreiben.

Dass Lemke den Aufsichtsrat nicht komplett verlässt, sondern bis zum Ende seiner Amtsperiode 2016 Mitglied bleibt, ist nur ein halber, aber kein totaler Schnitt. Wenn bei Werder neue Wege beschritten werden, dann bitte richtig. Bleibt Lemke, könnte auch der Eindruck bleiben, dass er im Hintergrund weiter die Fäden zieht.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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