Werder-Keeper will eine Perspektive in Bremen

Frohe Ostern für Felix Wiedwald

Felix Wiedwald winkt eine automatische Vertragsverlängerung, aber der Werder-Keeper will mehr.
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Felix Wiedwald winkt eine automatische Vertragsverlängerung, aber der Werder-Keeper will mehr.

Bremen - Nicht mehr lange, dann ist Ostern, und für Felix Wiedwald könnten die Feiertage in diesem Jahr ganz besondere werden.

Zum einen, na klar, weil am Ostersonntag das Nordderby gegen den Hamburger SV im Weserstadion ansteht – und zum anderen, weil dieses Spiel für Wiedwald der 20. Saisoneinsatz werden dürfte. 16 hat der Werder-Torhüter bereits auf dem Konto, vier weitere noch, und sein im Sommer auslaufender Vertrag würde sich um ein Jahr verlängern.

„Wenn ich so weiterspiele wie bisher, dann erreiche ich die Anzahl“, sagte der 27-Jährige am Dienstag. Er betonte aber auch: „Ich habe schon gesagt, dass es nicht mein Ziel ist, hier um ein Jahr zu verlängern.“ Wiedwald würde gerne länger in Bremen bleiben, als Torhüter, auf den Werder baut, der das volle Vertrauen genießt – der eine Perspektive hat.

„Ich versuche weiter, meine Leistungen zu bringen, die ich bis jetzt gebracht habe, und dann wird es in den nächsten eineinhalb Monaten eine Entscheidung geben, ob es eine längerfristige Zusammenarbeit gibt“, erklärte er. Ob er sich denn nicht schon jetzt ein klares Bekenntnis des Vereins zu seiner Person wünscht, wurde Wiedwald noch gefragt. „So ein Bekenntnis brauche ich nicht“, lautete seine Antwort.

Felix Wiedwald - seine Karriere in Bildern

Felix Wiedwald
Felix Wiedwald ist ein echtes Werder-Eigengewächs. Das in Thedinghausen geboren und in Achim aufgewachsene Torwart-Talent kam im Alter von neun Jahren zum SVW, durchlief dort die Jugend-Teams, spielte auch in der A-Junioren-Bundesliga (Foto). © imago
Felix Wiedwald
Wiedwald nahm auch als Nachwuchsspieler gelegentlich am Profi-Training teil und fuhr mit ins Trainingslager. © nordphoto
Felix Wiedwald
Im Februar 2010 erhielt Wiedwald seinen ersten Profivertrag bei Werder, konnte sich aber noch nicht durchsetzen. © nordphoto
Felix Wiedwald
2011 zog Wiedwald weiter: Beim MSV Duisburg war er zunächst zweiter Torwart hinter Florian Fromlowitz, verdrängte ihn aber im Laufe der Saison und wurde erstmals Stammkeeper einer Profimannschaft. © nordphoto
GER, 2.FBL, 1. FC Union Berlin, MSV Duisburg
Als Duisburg 2013 keine Lizenz für die Zweite Liga bekam und in die Dritte Liga zwangsabsteigen musste, verließ Wiedwald den Verein und schloss sich Bundesligist Eintracht Frankfurt an. © nordphoto
Felix Wiedwald
Wiedwald war die Nummer zwei hinter Kevin Trapp - bis sich Trapp im September 2014 einen Syndesmose-Riss zuzog. © nordphoto
Felix Wiedwald
Wiedwald machte seine Sache als Ersatzmann gut, musste nach Trapps Genesung aber wieder Platz machen. Immerhin hatte er die Aufmerksamkeit anderer Clubs auf sich gezogen... © nordphoto
... in erster Linie von Werder. Wiedwald kehrte 2015/2016 zu seinem Herzensverein zurück. In seiner ersten vollen Saison als Nummer eins kassierte Wiedwald allerdings satte 65 Gegentore.
... in erster Linie von Werder. Wiedwald kehrte 2015/2016 zu seinem Herzensverein zurück. In seiner ersten vollen Saison als Nummer eins kassierte Wiedwald allerdings satte 65 Gegentore. © gumzmedia
Wiedwald ging auch als Stammtorwart in die Saison 2016/2017. Nach schwachem Saisonstart der Mannschaft degradierte ihn Trainer Viktor Skripnik.
Wiedwald ging auch als Stammtorwart in die Saison 2016/2017. Nach schwachem Saisonstart der Mannschaft degradierte ihn Trainer Viktor Skripnik. © gumzmedia
Skripnik setzte auf Jaroslav Drobny. Nur wegen einer Handverletzung des Oldies rutschte Wiedwald nochmal ins Tor...
Skripnik setzte auf Jaroslav Drobny. Nur wegen einer Handverletzung des Oldies rutschte Wiedwald nochmal ins Tor... © gumzmedia
... doch als Drobnys Verletzung auskuriert war, musste Wiedwald auch unter dem neuen Coach Alexander Nouri wieder auf die Bank. Wiedwalds Tage in Bremen scheinen damit gezählt. Oder bekommt er nochmal seine Chance?
... doch als Drobnys Verletzung auskuriert war, musste Wiedwald auch unter dem neuen Coach Alexander Nouri wieder auf die Bank. Wiedwalds Tage in Bremen scheinen damit gezählt. Oder bekommt er nochmal seine Chance? © gumzmedia
Ja, er bekam sie und nutzte die Chance eindrucksvoll. Als Drobny wegen einer roten Karte und einer anschließenden Schulterverletzung einige Spiele ausfiel, zeigte Wiedwald starke Leistungen.
Ja, er bekam sie und nutzte die Chance eindrucksvoll. Als Drobny wegen einer roten Karte und einer anschließenden Schulterverletzung einige Spiele ausfiel, zeigte Wiedwald starke Leistungen. © gumzmedia
Vor der Saison 2017/18 verließ der Keeper die Bremer jedoch - und wechselte zum englischen Zweitligisten Leeds United, wo er einen Drei-Jahres-Vertrag erhalten hat.
Vor der Saison 2017/18 verließ der Keeper die Bremer jedoch - und wechselte zum englischen Zweitligisten Leeds United, wo er einen Drei-Jahres-Vertrag erhalten hat. © gumzmedia

Eine Aussage, die eindeutig für das neue Selbstvertrauen steht, das der Schlussmann derzeit ausstrahlt. Nur acht Gegentore hat Werder in der Rückrunde bisher zu gelassen. Das ist der drittbeste Wert der Liga, nur die Top-Clubs Bayern (3) und Dortmund (7) verteidigten noch besser. Wiedwald stand in allen acht Rückrundenspielen im Tor. Dass ihm Werders Serie auch persönlich mehr als gut getan hat, war am Dienstag nicht zu übersehen. „Es ist schön, nicht mehr so viele Gegentore zu kassieren. Wir können stolz darauf sein“, sagte er. Und: „Wir haben über fünf Spiele hinweg gezeigt, dass wir besser stehen und viel weniger zulassen.“

Seine Zeit auf der Bank habe im Nachhinein auch etwas Gutes gehabt: „Das hat mich im Kopf weitergebracht“, sagte Wiedwald. Mit Blick auf Werders englische Woche, die die Spiele in Freiburg (Samstag), gegen Schalke (Dienstag) und in Frankfurt (Freitag) vorsieht, sagte der Keeper noch: „Unser Ziel muss es sein, diese Spiele allesamt zu gewinnen. Wenn wir jetzt kein Selbstvertrauen haben, wann denn dann?“ Gute Frage. dco

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