Weiteres Treffen mit Eichin „in den nächsten Tagen“ / Skripnik rechnet mit Verbleib des Kapitäns

Fritz kurz vor dem Ja-Wort?

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Ein Erinnerungsfoto mit dem Werder-Kapitän am Trainingsplatz: Gestern posierte eine Kindergartengruppe stolz mit Clemens Fritz – und der 34-Jährige war bestens gelaunt, obwohl er vor verschlossener Tür stand.

Bremen - Clemens Fritz schlenderte gestern Nachmittag um kurz vor drei Uhr allein und ganz gemütlich zum Trainingsplatz, stand dann aber vor verschlossener Tür und wunderte sich. „Die haben heute wohl alle keinen Bock auf Fußball“, witzelte der 34-Jährige. Bevor er zurück zur Kabine ging, schrieb Werders Team-Oldie ein paar Autogramme und machte ein Erinnerungsfoto mit einer Kindergartengruppe.

Der Bremer Kapitän Arm in Arm mit den Werder-Fans: Wie lange wird es solche Bilder noch geben? Vermutlich eine ganze Weile! Der Vertrag von Fritz läuft zwar im Sommer aus – doch es deutet vieles darauf hin, dass er das Karriereende aufschiebt und in Kürze um ein Jahr bei Werder verlängert.

„Ich werde mich in den nächsten Tagen mit Thomas Eichin und der Geschäftsführung zusammensetzen. Und dann sehen wir weiter“, sagte Fritz gestern. Vermutlich wird er sich am trainingsfreien Wochenende intensive Gedanken über seine Zukunft machen und dann schon bald eine Entscheidung treffen. Der Aufschwung, den das gesamte Team und er selbst in den vergangenen Monaten erlebten, dürfte dabei positiv ins Gewicht fallen.

Was Werder möchte, ist ohnehin längst klar: Der zuletzt formstarke Fritz, der hervorragende Fitnesswerte hat und im rechten Mittelfeld geradezu aufgeblüht ist, soll auf jeden Fall noch eine Saison dranhängen. Diesen Wunsch hat Sportchef und Geschäftsführer Eichin, der sich mit dem gebürtigen Erfurter bereits zu einem ersten Zukunftsgespräch getroffen hat, klar geäußert. Er könne nicht verstehen, wenn Fritz jetzt aufhört, hatte Eichin gesagt. Die Mannschaft will ebenfalls, dass der Kapitän an Bord bleibt – und Trainer Viktor Skripnik will das auch.

Mit dem Coach hat Fritz, der seit 2006 bei Werder und damit der dienstälteste Profi im aktuellen Kader ist, am Mittwoch geredet. „Es ist ein nettes Gespräch gewesen“, erklärte Fritz. Skripnik nannte es schlicht „eine normale Unterhaltung zwischen Trainer und Spieler. Wir haben unsere Erwartungen ausgetauscht“, sagte der 45-Jährige. Wie die genau aussehen, verriet er nicht. Nur so viel: Seit der Zusammenkunft glaubt Skripnik, dass er weiterhin auf seinen verlängerten Arm auf dem Platz zählen kann. „Ich habe das Gefühl, als wenn er noch ein Jahr mein Spieler bleibt“, urteilte der Bremer Coach.

Das würde ihn sehr freuen, denn auf einen Fritz in der momentanen Verfassung möchte Skripnik nur sehr ungern verzichten. „Clemens fühlt sich wohl und topfit. Er ist ein sehr wichtiger Mann für uns. Nicht nur mit Worten, sondern auch auf dem Feld. Jeder sieht doch, was er für eine Ausstrahlung hat, wie er sich hier präsentiert. Das ist gerade für die jüngeren Spieler sehr wertvoll“, betonte Skripnik.

Aber auch die Älteren profitieren von Fritz, der in 236 Bundesligaspielen für Werder vier Tore geschossen und 19 vorbereitet hat. Offensivmann Fin Bartels (28) meinte: „Clemens ist ein wichtiger Fixpunkt in unserem Team. Wir wünschen uns alle, dass er weitermacht.“

mr/ktu

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