Frankfurts Hübner kritisiert Eichin und umgekehrt / Trapp als Zünglein an der Waage?

Manager streiten wegen Wiedwald

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Mediengruppe Kreiszeitung

Belek/Frankfurt - Der Poker um Felix Wiedwald wird – vorsichtig ausgedrückt – von atmosphärischen Störungen zwischen den Managern von Werder Bremen und Eintracht Frankfurt begleitet. Während sich Bremens Thomas Eichin gestern darüber beklagte, dass Frankfurts Bruno Hübner das Werder-Interesse an Wiedwald publik machte (Hübner hatte gegenüber der „Bild“-Zeitung eine Anfrage bestätigt), kritisierte der Eintracht-Manager das Verhalten seines Pendants. Anlass des Vorwurfs: Eichins Aussage, dass Felix Wiedwald „wenn nicht im Winter, dann eben im Sommer“, nach Bremen käme.

„Herr Eichin ist viel zu früh nach vorne gegangen“, schimpfte Hübner und sprach von einem „Foulspiel“. Eichins Einschätzung wird in Frankfurt als Versuch gewertet, die Eintracht unter Druck zu setzen, Wiedwald sofort und gegen Zahlung einer Ablösesumme gehen zu lassen. Doch Hübner sagt dazu konsequent nein: „Felix hat hier einen Vertrag bis zum Saisonende, und den wird er erfüllen. Wenn überhaupt, dann kann er im Sommer gehen.“ Dann ist der 24-Jährige ablösefrei.

Werder hat mit dem Ziel eines sofortigen Transfer bereits ein Angebot über 350000 Euro bei der Eintracht hinterlegt, hätte die Angelegenheit aber am liebstenunter der Decke gehalten. Via Frankfurt drang das Interesse aber nach außen, Hübner stand mit Zitat als Quelle in der Zeitung. „Hätte Frankfurt nicht bestätigt, dass wir ein Angebot abgegeben haben, hätte es diese Thematik gar nicht gegeben“, meinte Eichin und stellte klar, dass Werder „nichts Verwerfliches“ getan habe: „Wir prüfen nur. Eine Einigung mit dem Spieler haben wir noch nicht. Die können wir aber noch treffen.“

Knackpunkt des Wechsels könnte die Haltung von Frankfurts Stammkeeper Kevin Trapp werden. Dessen Vertrag läuft zwar noch bis 2016, ist aber mit einer Ausstiegsklausel versehen. Demnach kann der 24-Jährige am Saisonende für vier Millionen Euro Ablöse wechseln. Das sorgt für große Unsicherheit bei der Eintracht. Der Versuch, Trapp die Klausel mit einer Vertragsverlängerung und einer deutlichen Gehaltsaufbesserung abzukaufen, führte bislang nicht zum Erfolg. Die Eintracht erhofft sich aber eine Entscheidung noch im Januar. Was im positiven Fall freie Bahn für Wiedwald nach Bremen bedeuten könnte. Ziert sich Trapp aber oder lehnt das Angebot gar ab, besteht die Möglichkeit, dass er tatsächlich im Sommer geht. Wiedwald hätte dann die Perspektive, am Main die Nummer eins zu werden. Vertragsverlängerung in dem Fall nicht ausgeschlossen.

Sehr viel Konjunktiv, keine Frage. Der Unwägbarkeiten wegen schickt Hübner die Wiedwald-Entscheidung auch in die Warteschleife. Und lässt Werder zappeln. „Eintracht Frankfurt steht an oberster Stelle. Was Werder Bremen will, interessiert mich null“, sagte er.

csa/sp

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